Wenn sich jemand in der Geschichte der Stadt Vöhrenbach besonders gut auskannte, dann war das Erich Willmann. Der beliebte Stadthistoriker ist nun im Alter von 88 Jahren verstorben.

Wer mit Erich Willmann zu tun hatte, war immer wieder über dessen Geschichtswissen rund um die Historie Vöhrenbachs beeindruckt. Dazu kam dessen Geradlinigkeit. Er hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg, wahrt dabei aber stets die Form.

Aufwändige Recherchen

Imposant ist auch das Privatarchiv mit unzähligen Dokumenten der Stadtgeschichte – alles übersichtlich in Regalen oder Alben geordnet: ein Griff und Willmann hatte die passenden Daten zum gewünschten Thema. Aufwändig hatte der Historiker auf Reisen in staatliche und private Archive und Bibliotheken alles gesammelt, was mit der Heimatgeschichte zu tun hat. Sein besonderes Interesse galt dabei den heimischen Künstlern wie etwa den Bilderhauern Gebrüder Winterhalder, Adolf Herr, dem Lithografen Casimir Stegerer oder aber dem Maler Toni Merz.

„Mit Erich Willmann Zeit verbringen zu dürfen, ist ein persönlicher Gewinn“, sagte Hans Wolfer, der damalige Vorsitzende des Arbeitskreises Stadtgeschichte, anlässlich des 80. Geburtstages des Verstorbenen.

Gerne habe er sich an gemeinsame Reisen mit Willmann nach München und ins Wallis erinnert. Willmann war Gründungsmitglied des Arbeitskreis Stadtgeschichet, der 1988 aus der Taufe gehoben wurde.

Großes Filmarchiv

Groß ist auch das Filmarchiv des Verstorbenen – in Normal 8 gedreht. Zum Glück ließen sich diese Dokumente auf DVD übertragen und auf diese Weise der Nachwelt erhalten. Bei älteren Menschen würden damit gewiss Erinnerungen geweckt, etwa wenn es zum Beispiel um den Film über die letzte Fahrt der Bregtalbahn gehe.

Seit einigen Monaten war Willmann im Seniorenheim in Horrenberg untergebracht, wo seine Schwester und seine Nichte wohnen.

Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt.