Unter dem erhöhten Fahrzeugaufkommen gebe es auch „jede Menge Schwerlastverkehr“, beschreibt Frank Janssen vom Stadtbauamt die Auswirkungen der Baustelle, die gar nicht in Vöhrenbach liegt. Das Land saniert derzeit die B 500 auf einem 6,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Kalter Herberge und der Abzweigung nach Gütenbach bei der Neueck. Der Verkehr nach Furtwangen wird über das Urachtal und Vöhrenbach umgeleitet. Das hat das Verkehrsaufkommen in Vöhrenbach deutlich erhöht, meint Janssen.

Vom Regierungspräsidium war zu erfahren, dass die Arbeiten an der B 500 vermutlich noch bis 7. September andauern. Lediglich zwischen dem 17. und 27. August ruhe die Baustelle voraussichtlich für eine gute Woche. Pressesprecher Markus Adler geht davon aus, dass in dieser Zeit der Abschnitt wieder befahrbar sein wird.

Schon seit April vergangenen Jahres hat Vöhrenbach mit der Baustelle in der Villinger Straße zu tun. Die Stadt habe im vergangenen Jahr eine Vollsperrung für eine zügige Bauabwicklung beantragt. Diese sei aber vom Landratsamt abgelehnt worden mit dem Hinweis, dass der Busverkehr dort nach wie vor passieren müsse, erklärt Janssen die Hintergründe. Erst seit April 2018 werde der Streckenabschnitt nun voll gesperrt, auch für den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr). Janssen geht davon aus, dass die Arbeiten bis zu Beginn der Sommerferien abgeschlossen werden können, als etwa bis Ende Juli.

An den Arbeiten und Kosten sind in diesem Bereich außer der Stadt auch noch das Land und der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar beteiligt. Der Zweckverband lege die Leerrohre für die Glasfaser. Das Land finanziere die Straßensanierung und die Erneuerung der Brücke über den Langenbach. Die Stadt übernehme die Sanierung der Gehwege, die Straßenbeleuchtung, die komplette Erneuerung der Wasserleitung sowie, wo nötig, die Sanierung der Abwasserkanäle.

Die Kosten verteilen sich dabei wie folgt: Das Land übernimmt 590 000 Euro, die Stadt Vöhrenbach 440 000 Euro und der Zweckverband Breitbandversorgung 90 000 Euro.

Die Anwohner reagierten trotz der Beeinträchtigungen durch die Baustelle verständnisvoll, so Janssen. Sie wüssten ja auch, was sie nach der Sanierung hätten. Durch die Vollsperrung kommt es zu Umleitungen. Betroffen ist laut Janssen auch der Ortsteil Langenbach. Mit den Firmen dort sei im Vorfeld der Arbeiten gesprochen und um Verständnis gebeten worden.

Solange während des vergangenen Jahres der Busverkehr an der Baustelle passieren durfte, habe es hin und wieder auch Autofahrer gegeben, die sich um Verbotsschilder nicht kümmerten oder „blind ihrem Navi vertrauten“ und trotzdem versucht hätten, die Baustelle zu durchfahren, so Janssen. Das sei mit der Vollsperrung seit April nun unterbunden.