Vöhrenbach – Ein großes Notstromaggregat, montiert auf einem Anhänger und damit sehr mobil, hat die Stadt Vöhrenbach angeschafft. Dies ist einer der ersten Schritte für eine umfassende Vorsorge-Planung für Katastrophenfälle.

Bürgermeister Robert Strumberger stellte das neue Gerät den Gemeinderäten vor. Stürme, Hochwasser und Trockenheit seien nur einige Beispiele für zunehmende Ereignisse, die für eine Gemeinde zum Problem werden können. Schon beim Orkan Lothar vor rund 20 Jahren war Langenbach einige Zeit ohne Strom, was dann durch eine Umschaltung bei den Leitungen geregelt werden konnte. Dabei müsse man sich im Klaren sein, so Strumberger, was ein Stromausfall in der technisierten Welt für Folgen hat.

Bürger sollen sich sicher fühlen

Feuerwehr, Bauhof und Stadtverwaltung haben gemeinsam begonnen, entsprechende Notfallpläne zu erarbeiten. Diese Pläne müssen nun auch für jeden einzelnen Katastrophenfall ganz speziell abgestimmt werden, so Feuerwehrkommandant Ralf Heizmann. Bei Hochwasser herrschen andere Bedingungen als bei Stromausfall oder Orkan. Dank dieser Planungen können und sollen sich die Bürger in der Stadt sicher fühlen, so Strumberger.

Gerät kostet rund 21  000 Euro

Im Gemeinderat hatte Susanne Dorer angefragt, ob das einzige vorhandene Notstromaggregat der Stadt für Notfälle ausreiche. Dieses ist aber vor allem gedacht, um die Wasserversorgung sicherzustellen. So hat sich der Gemeinderat entschieden, nun dieses neue Gerät für rund 21  000 Euro anzuschaffen. Fred Heinze gab Erläuterungen zu dem Aggregat. Sowohl die Mitarbeiter des Bauhofs als auch die Feuerwehr würden in die Bedienung des Gerätes eingeführt, damit man gemeinsam reagieren kann.

Das Aggregat verfügt über einen schallgedämpften Turbodiesel-Motor mit 58 PS und kann bis zu 33 Kilowatt Energie liefern. Damit könnte in öffentlichen Gebäuden beispielsweise der Betrieb von Heizung, Beleuchtung und auch Küche sichergestellt werden. Entscheidend ist aber, dass die Gebäude über die notwendigen Einspeisepunkte verfügen, damit das Aggregat auch angeschlossen werden kann.

Über solche Anschlüsse verfügen bereits Festhalle und Schule sowie auch Bauhof, Feuerwehr und Rathaus. In den Notfallplänen muss festgelegt werden, wie die Prioritäten bei einem Notfall gesetzt werden, bei welchem Gebäude also dieses Gerät zuerst eingesetzt wird. Primär geht es hier um die städtische Infrastruktur, um beispielsweise Menschen im Notfall in der Schule aufzunehmen und zu versorgen.

Weitere Anschaffungen sind notwendig

Fred Heinze stellte das neue Gerät auch im Betrieb vor. Dabei demonstrierte die Feuerwehr eine ganz neue Anschaffung: Für einen neuen Roll-Container Beleuchtung wurden zwei große Leuchten, sogenannte Power-Discs, angeschafft, mit denen eine Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet werden kann und die dank LED-Technik nur sehr wenig Strom benötigen.

Strumberger machte aber auch deutlich, dass im Zusammenhang mit dem Kauf des Stromaggregats weitere Anschaffungen notwendig werden. Zum einen sind dies verschiedene Anschlussleitungen, um das Stromaggregat mit den entsprechenden Verbrauchern verbinden zu können. Ebenso muss man für einen gewissen Vorrat an Diesel-Treibstoff sorgen.