Kaum zu überbieten war die Abschiedsparty der Tschernobylkinder. Sie boten ein nettes Programm mit Musik und Tanz auf der Terrasse der Josef-Hebting-Schule in Vöhrenbach und berührten die Herzen der Zuhörer. Manch Träne wurde unterdrückt. Zunächst gab es als Überbrückung Musik aus der Dose, bis Fred Heinze vom Verein Hilfe nach Tschernobyl die große Gästeschar begrüßen konnte.

Er bedauerte, dass dieses Jahr die letzte Kinderaktion stattfand. Damit gehe eine 15-jährige Geschichte mit Abwechslung und Neuem für die Stadt Vöhrenbach zu Ende.

40 Erholungsplätze entfallen

Immerhin konnte man über 300 Kinder in den Schwarzwald holen und ihnen ein Stück Gesundheit zurückgeben. Leider werde auch die Aktion in Backnang eingestellt, die ebenfalls zum Netzwerk Tschernobylinitiativen Buda-Koschelewo gehört, womit insgesamt 40 Erholungsplätze wegfallen. Nachdem Verena Schafranski und Fred Heinze die Gemeinde verlassen, ist in Vöhrenbach Schluss. Was bleibt, seien die vielen Freundschaften, die seit 2006 geschlossen wurden.

Ein unterhaltsames Programm hatten die beiden Pädagoginnen Veronika Starvoitova und Lena Zhiglankova zusammengestellt. Ihre Zöglinge riefen dem Publikum zu „Guten Tag sagen alle Kinder“.

Beschworen wurde die Freundschaft in Gedichten. Beeindrucken konnte ein englisches Lied einer Schülerin, in ausgefeilter Choreografie wurden Tänze hingelegt und berührend besangen die Mädchen und Jungs ihre Heimat Weißrussland. Danach gab es jede Menge Präsente.

Reich beschenkt nach Hause

Dazu gehörten Rucksäcke, gefüllt mit allen Materialien, die im nächsten Schuljahr benötigt werden, T-Shirts, Süßigkeiten und Vlies-Decken, um Wärme auf der Fahrt in die Heimat mitzunehmen, wie Helga Schwer meinte. Schließlich traf sich alle Beteiligten in den Schulräumen, um sich Bratwürste, Steaks, Salate und Kuchen schmecken zu lassen und bei Gesprächen zusammen zu sitzen.