André Hoffmann, Mitbegründer und Initiator der seit 1973 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Vöhrenbach und dem französischen Morteau und seit 2015 Ehrenbürger der Stadt Vöhrenbach, ist im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Morteau verstorben.

Als Achtjähriger nach Oberschlesien deportiert

Aufgrund seiner bereits in frühester Jugend sehr belastenden Biografie – er wurde im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Oberschlesien deportiert – kommt seiner Rolle als „Mann der ersten Stunde“ und – gemeinsam mit seiner Ehefrau Jacqueline – als ständiger Motor und Förderer der nunmehr seit 46 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft besondere Bedeutung zu.

Ehrenbürger seit 2015

Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache fasste der Gemeinderat der Stadt Vöhrenbach den Entschluss, Jacqueline und André Hoffmann anlässlich der Partnerschaftsfeier im Jahr 2015 in Vöhrenbach zu Ehrenbürgern zu ernennen.

Vielfältig und leidenschaftlich engagiert

André Hoffmann hinterlässt seine Gattin Jacqueline, drei Kinder, acht Enkelkinder und acht Urenkel. Er war sehr aktiv im Vereinsleben, Präsident des Festkomitees der Stadt Morteau, Briefmarkensammler und leidenschaftlicher Amateurmaler, dessen Bilder in der ganzen Region ausgestellt werden.

Vor allem aber war er leidenschaftlicher Lehrer und Schulrektor der Pergaud-Schulen in Morteau mit unverwechselbarer „natürlicher Autorität“, was ihm anlässlich der Trauerfeier, die bereits am Montag, 18. März, in der katholischen Kirche in Morteau stattfand, durch die Wegbegleiter in seiner langjährigen Heimatstadt attestiert wurde.

Vöhrenbacher Gäste bei der Trauerfeier

Bürgermeister Robert Strumberger, Hauptamtsleiterin Regina Saier-Grieshaber, Bürgermeister im Ruhestand Karl-Heinz Schneider, Ehrenbürger der Stadt Morteau, mit Gattin sowie Martina Gottwald aus Vöhrenbach und Anita Lonvis aus Morteau, welche derzeit in Villingen weilt, beides langjährige Unterstützerinnen der Partnerschaft, waren nach Morteau zur Trauerfeier gereist. Der Kirchenchor Morteau begleitete die Feier unter großer Anteilnahme der Bevölkerung.

Umfangreiche Würdigung von Hoffmanns Verdiensten

Bürgermeister-Stellvertreter Jean-Marie Binétruy hielt in Vertretung von Morteaus Bürgermeister Cedric Bôle die Trauerrede seitens der Stadt Morteau. Bürgermeister Robert Strumberger überbrachte Jacqueline Hoffmann sowie der weiteren Trauerfamilie und der Stadt Morteau im Namen der Stadt seine Beileidsbekundung, welche im Rahmen der Trauerfeier durch Regina Saier-Grieshaber auch in französischer Übersetzung vermittelt wurde.

Dabei gab man der besonderen Rolle des Verstorbenen in Bezug auf die Städtepartnerschaft, dessen Menschenfreundlichkeit, fröhlichem und freundschaftlichen, aber auch sehr verbindlichen und ernsthaften, nicht zuletzt auch vergebenden Wesen in bewegender Weise Ausdruck.

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