Jetzt geht es los mit der Breitbandversorgung. Zum offiziellen Beginn und Informationsaustausch trafen sich die verantwortlichen Projektleute beim Materiallager neben dem Sportplatz im Ortsteil Hammereisenbach.

Dass das Interesse der Bürger riesengroß ist, zeigt, dass sich etwa 70 Prozent der Hammereisenbacher Einwohner für einen Anschluss ausgesprochen haben. Ortsvorsteher Peter Hummel meinte dazu, wenn erst die Bagger anrollen, kämen bestimmt noch einige dazu. Bürgermeister Robert Strumberger erklärte, dass es wichtig war, diesen Schritt mit dem Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar zu gehen. Auf die Telekom wollte man nicht warten.

Etwa 1,6 Millionen Euro werden in Hammereisenbach dafür investiert. Obwohl es 500 000 Euro Zuschuss gibt, sei die Angelegenheit für die Stadt Vöhrenbach schwierig zu stemmen. Auf die Ausführung anderer Projekte werde sich das gewiss auswirken, ergänzte Strumberger. Doch gerade von der Kohlbrücke bis zum Schmelzdobel, wo die Internetversorgung am schlechtesten ist, sei diese Zukunftsinvestition enorm wichtig. Jede einzelne Immobilie gewinne dadurch an Wert.

Heiko Zorn, technischer Projektleiter des Zweckverbandes Breitbandversorgung, führte dazu aus, dass es bisher Verzögerungen durch verschiedenen Straßenarbeiten und Umleitungen gegeben hatte. Wenn nun in Hammereisenbach mit den Bauabschnitten Sommerberg und Bahnhof zuerst begonnen werde, strebe man an, dass die ersten Hausbewohner gegen Ende des Jahres mit neuester Glasfasertechnik surfen können. Voraussetzung sei allerdings auch, dass das Wetter mitspielt. Bei Minustemperaturen können Glasfaserkabel nicht eingeblasen werden. Fred Heinze von der Stadt Vöhrenbach begleitet das Projekt.

Wichtig ist vor allem, dass miteinander gesprochen wird, um eventuelle Probleme lösen zu können. Dies trifft auch für das Informationsblatt zu, dass die Hammereisenbacher Haushalte erhielten. Bauleiter Alexander Ilg von der Bauunternehmung Weiss ergänzte, dass die Bauarbeiten mit den Hausbewohnern abgesprochen und Ferientermine berücksichtigt werden. Über die auszuführenden Arbeiten werden auch die benachbarten Kommunen informiert. Man höre nicht an der Gemeindegrenze auf. Wenn alle angeschlossen sind, sei Hammereisenbach wirklich top.

Gerd Scheuermann vom Ingenieurbüro SBK führte aus, dass es deutschlandweit erst eine Glasfaserversorgung von sechs Prozent gibt. Nach Hammereisenbach ist Vöhrenbach-West vorgesehen.