Mit einer kleinen Feier in der Hammereisenbacher Festhalle feierte der Förderverein Linachtalsperre sein 20-jähriges Bestehen und damit auch den entsprechenden großen Einsatz für die Linacher Staumauer. Rund 50 Gäste waren dazu nach Hammereisenbach gekommen.

Engagierte Bürger und Politiker vor Ort

Zum einen waren dies Bürger aus Vöhrenbach, die sich besonders für die Staumauer engagiert haben, ganz besonders natürlich im Förderverein. Zum anderen waren es Personen, welche die Sanierung der Staumauer in wesentlichen Funktionen begleitet hatten – begonnen bei den Professoren der Hochschulen über Christian Muthmann, der mit dem viel beachteten Projekt „Schwitzen statt Sitzen“ für junge Straftäter den Rundweg um den See realisiert hat, bis zur früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Christa Lörcher.

Zum Start schwungvolle Musik

Nach einem Auftakt mit schwungvoller Musik von einem Quartett um Rolf Langenbach erinnerte Bürgermeister Robert Strumberger in seiner Ansprache an die wichtigsten Stationen des Fördervereins. Das Ganze begann kurz nach seiner Amtsantritt 1997 mit der Gründung des Fördervereins 1999, um der stillgelegten Linachtalsperre wieder Leben einzuflößen.

Das Musiker-Quartett mit Christian Muthmann, Rolf Langenbach, Andrea Klausmann und Werner Kiefer.
Das Musiker-Quartett mit Christian Muthmann, Rolf Langenbach, Andrea Klausmann und Werner Kiefer. | Bild: Stefan Limberger-Andris

Das 20-jährige Bestehen sei nun etwas Besonderes, denn nun könne man sagen: „Wir haben mitgewirkt!“ Allerdings habe man viel Pioniergeist gebraucht, um dieses schwierige Projekt zum Laufen zu bringen. Er erinnere sich noch an manche Schweißperle von Kämmerer Herbert Seckinger. Nicht zuletzt stiegen die Kosten von der anfangs kalkulierten einen Million Euro dann auf sieben Millionen. Es sei ein steiniger Weg gewesen, er dankte aber allen für das Vertrauen, dieses Projekt zu begleiten.

Bereits der Bau war ein Kraftakt

Schon der Bau der Staumauer durch die erste Generation in den zwanziger Jahren sei ein schwieriger Kraftakt gewesen. Aber 40 Jahre lang habe damit Vöhrenbach seinen eigenen Strom erzeugt. Die zweite Generation habe dann allerdings eher auf den Atomstrom gesetzt, die Anlage wurde stillgelegt.

Bürgermeister Robert Strumberger, Vorsitzender des Fördervereins Linachtalsperre.
Bürgermeister Robert Strumberger, Vorsitzender des Fördervereins Linachtalsperre. | Bild: Stefan Heimpel

Dann kam die dritte Generation, die mehr den Blick auf regenerative Energien und auf die Verringerung von Kohlendioxid richtete. So konnte bereits früh über ein Ausleitungskraftwerk mit dem Linacher Wasser wieder Strom erzeugt werden. Hier hatten dann Bürger die Vision, dass der Stausee wieder mit Wasser gefüllt sein werde.

40 Bürger gründen Förderverein

Rund 40 Bürger fanden sich zusammen, um den Förderverein zu gründen und das Projekt voranzutreiben. Ganz wesentlichen Anteil habe aber vor allem auch der Gemeinderat, der die ganze Maßnahme all die Jahre mitgetragen und dadurch erst ermöglicht hat.

Naherholungsgebiet funktioniert

Von besonderer Bedeutung war dann aber auch ein mutiger Ingenieur aus Graz, der die Machbarkeit der Sanierung mit einer Geomembran darlegte. Und auch die massiven Zweifel an der Stabilität der Mauer, die wegen Baufälligkeit gesperrt war, konnte er vor Ort ausräumen, sodass dann die Mauerkrone wieder freigegeben werden konnte. Inzwischen funktioniert dieses Naherholungsgebiet für Mensch und Tier. Wanderer, Bootsfahrer und Schwimmer sind immer wieder am Stausee zu sehen.

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Zum Schluss seiner Ausführungen machte Bürgermeister Strumberger deutlich, was der Förderverein in diesen 20 Jahren auch finanziell geleistet hat. Mit seinen inzwischen 260 Mitgliedern konnten in dieser Zeit 350  000 Euro für den Erhalt der Staumauer erwirtschaftet und eingesetzt werden. Daher sei er zuversichtlich, dass die „alte Dame“ eine gute Zukunft habe.

Bunte Bilderschau

Nach einer weiteren musikalischen Einlage hatte Harry Kunte eine bunte Bilderschau zur Linachtalsperre zusammengestellt. Zu sehen waren hier Bilder vom Bau der Staumauer in den zwanziger Jahren, dann von der aufwändigen Sanierung bis zur Einweihung der sanierten Mauer 2008. Viele wichtige Stationen wurden wieder in Erinnerung gerufen.

Anschließend hatten die Gäste bei einem gemütlichen Abendessen Gelegenheit, um Erinnerungen auszutauschen.