Nachdem der Vöhrenbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun endgültig die Sanierung des neuen Schulhauses als einzigen Standort der Josef-Hebting-Schule beschlossen hatte, mussten auch die Architektenleistungen für die Sanierung ausgeschrieben werden.

Sanierung auf mehr als vier Millionen Euro berechnet

Ab einer Höhe von 209  000 Euro an Architektenhonorar muss diese Leistung europaweit ausgeschrieben werden. Bei kalkulierten Sanierungskosten von mehr als vier Millionen Euro liegen die Architektenleistungen voraussichtlich im Bereich um die 400  000 Euro. 

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Aufwändig und kostenintensiv

Es gab für die Stadt auch keine Möglichkeit, dieses ­aufwändige und kostenintensive Vergabeverfahren zu umgehen. Sonst besteht die Gefahr, dass zum einen die Vergabe angefochten wird oder auch Zuschüsse für die Sanierung wieder zurückgezahlt werden müssen.

Spezielles Projektplanungsbüro hinzuziehen

Ausgeschrieben werden Architektenleistungen ab der Leistungsphase 3, also ab der Entwurfsplanung. Denn die Grundlagenermittlung und Vorplanungen wurden für die Beantragung der Zuschüsse durch Architekt Martin Reiber bereits erbracht. Aufgrund der komplizierten Sachlage wurde der Stadt empfohlen, ein spezielles Projektplanungsbüro zu beauftragen.

Drei Büros bewerben sich

Es gab dann drei Angebote von entsprechenden Büros, allerdings mit unterschiedlichen Konditionen. Das eine Büro verlangte knapp 30  000 Euro, die beiden anderen Büros etwas mehr als 15  000 Euro.

Deutliche Unterschiede bei der angebotenen Leistung

Bei diesen deutlich günstigeren Büros gab es wiederum große Unterschiede in der Leistung. Die eine Bieterin bot nur die erste Stufen der notwendigen Schritte zur Vergabe der Architektenleistung an, die zweite Bieterin, die zudem in der Region arbeitet, hatte noch einige weitere Leistungen wie die Teilnahme an Gemeinderatssitzungen zu diesem Thema, Verhandlungsgespräche mit den Bewerbern und Ähnliches mehr in ihrem Katalog. Bei Bedarf kann dann, allerdings gegen weitere Kosten, die Vertragsgestaltung und mögliche Ortsbesichtigungen mit den Bewerbern übernommen werden.

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Markante Mehrleistungen

Nicht zuletzt hatte diese Bieterin ihre Positionen auch genau finanziell benannt. Bei vergleichbarer Leistung mit der anderen günstigen Bieterin würden bei ihr allerdings nur Kosten von 9200 Euro entstehen statt dort 15  000 Euro. Zu ihrem Angebot gehören also Mehrleistungen von rund 6000 Euro.

Auftragsvergaben an Architekten im März plausibel

Die günstigste Bieterin legte dem Gemeinderat darüber hinaus einen recht genauen Zeitplan vor, wie und mit welchen Verfahrensschritten die Vergabe ablaufen könnte. Danach könnte die Gemeinderatssitzung zur Vergabe der Architektenleistungen dann voraussichtlich im März über die Bühne gehen.