Nachwuchsmangel findet man heutzutage allerorten – auch der Skiclub Vöhrenbach bleibt davon nicht verschont, sondern muss im Gegenteil feststellen, dass er seit einigen Jahren keine Wettkampf-Jugend stellt, weder im nordischen noch im alpinen Bereich.

Um dem entgegenzuwirken, werde es künftig im Bezirk Mittelschwarzwald einige wenige Leistungs-Stützpunkte für die gerade noch vier Vereine mit aktiven Nachwuchsteams geben, denen im eigenen Verein die Unterstützung fehle. Das erläuterte der einstige Sportwart Skilanglauf des Skiverbands Schwarzwald, Hermann Sieber, bei der Jahreshauptversammlung des Skiclubs im Gasthaus „Engel“. Für den Verein ist das ein historischer Ort: Vor 107 Jahren wurde er darin gegründet, wie die Vorsitzende Andrea Löhle feststellte.

Schriftführerin Bettina Schrenk gab einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, das im Dezember 2017 mit dem Verkauf der Loipenabzeichen begann. In der Garage der Familie Kleiser wurde anlässlich des Rosenmendigs-Umzugs wieder der traditionelle Wurststand durchgeführt – am Ende war alles ausverkauft. Ende März fanden im Schönwälder Weißenbachtal die ersten nordischen Winterspiele des Skiclubs statt. Bereits im April begann für die Biker-Abteilung das Training und die Präparierung der Downhillstrecke, auch die Loipen wurden geputzt.

Bei der Blutspendeaktion des DRK belegte der Verein den fünften Platz der Vereinswertung. Eine Wanderung und das Stadtfest folgten, bevor es heiß wurde mit dem Schwarzwald-Bike-Marathon und nur kurze Zeit später beim Stauseelauf. Mitte Oktober gab es bei sommerlichen Temperaturen nochmals eine Wanderung. 202 Mitglieder habe der Verein, wobei die Mehrheit deutlich jenseits der 30 Jahre liege, unter zehn seien es gerade mal drei Mitglieder.

Einen recht ordentlichen Gewinn konnte Susanne Borchert vermelden – sie verlas den Kassenbericht für die Finanzchefin Annette Ruf, die sich im Urlaub befindet. Valentin Lesar, Sportwart Alpin und Bike, berichtete von Skiausfahrten und 13 Trainingseinheiten sowie dem fehlenden Nachwuchs auch im Alpinbereich. Für die Biker konnte er die erfolgreiche Teilnahme an etlichen Wettbewerben reklamieren. Dazu habe es einige schöne Bike-Touren gegeben.

Auch im Nordic-Bereich fehlt der Nachwuchs, zeigte Sportwart Manuel Becker auf. Gerade mal vier Aktive seien ab dem 17. Dezember unterwegs gewesen. Vor allem er selbst und Ehefrau Linda hätten sich dann den längeren Strecken gewidmet, belohnt mit zahlreichen Podest-Rängen. Leider habe er selbst immer wieder mit Erkrankungen zu kämpfen gehabt.

Gunda Kleiser als Bürgermeister-Stellvertreterin dankte dem Verein für dessen Mitwirkung – vor allem beim Stadtfest. Leider gebe es keine optimalen Winter mehr, doch mit der Einführung des Bikens habe man sich als flexibel erwiesen.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Vereinsvize Jürgen Straub im Amt bestätigt, ebenso Schriftführerin Bettina Schrenk. Valentin Lesar bleibt kommissarisch für ein Jahr Sportwart Alpin, die Beisitzer Luisa Ruf, Hermann Sieber, Roland Haberstroh und Luisa Sieber bleiben ebenso im Amt. Joachim Schumacher führt sein Amt kommissarisch ein Jahr weiter. Für die ausscheidende Kassiererin Annette Ruf wurde kein Ersatz gefunden.

Geehrt wurden für 20 Jahre (silberne Vereinsehrennadel) Annika Matt, Nadja Pitz und Andreas Weisser, für 40 Jahre (Ehrennadel Gold) Ingeborg Fitz-Elsässer, Birgit Frank, Rolf Grießhaber, Hansjörg Jockers, Sibylle Kernstock, Franz Kienzler, Martin Kleiser, Melita Kleiser, Doris Kluß, Annette Ruf und Günter Ruf.