Die Stadt Vöhrenbach beging in diesem Jahr das 775. Jubiläum und gleichzeitig feierte die Stadtkapelle Vöhrenbach ihren 200. Geburtstag. Ein weiteres Jubiläum, wenn auch mit einer kleineren Jahreszahl, kann die Kapelle des Hermeshof in Schwanenbach feiern. Sie wird 125 Jahre alt.

Beim 100. Geburtstag gab es eine Abendmesse, bei der in einem kleinen feierlichen Rahmen der Verstorbenen aus dem Schwanenbach, dem Fuchsloch und dem Angelsbach gedacht wurde, alles Seitentäler von Linach und Breg. Vor der Messe läutete Hofbesitzer Wolfgang Ruf das Maximiliansglöckchen.

Sehenswertes Kleinod

Stadtpfarrer Bernhard Adler zelebrierte mit etwa 30 Personen damals die Messe. Der 2012 verstorbene Adler freute sich, das dieses sehenswerte Kleinod erhalten geblieben ist.

Im Innern der Kapelle konnten die Gottesdienstbesucher auch die aufgestellten Heiligenfiguren des Sankt Josef, Martin, Georg und Wendelin bewundern. Stadtpfarrer Adler erinnerte bei dieser Feier, dass die Kapelle wohl aus einem früher oft praktizierten Brauch entstanden ist. Dies auch aus dem Grund, dass nicht selten 20 Bedienstete zum Betrieb eines Hofes gehörten und so dem Glauben in der Gemeinschaft vor Ort besser nachgegangen werden konnte.

Im September 1894 geweiht

Zur Geschichte führte Adler damals eine Stelle in der Vöhrenbacher Pfarrchronik auf. Hier steht: „Am Sonntag, den 9. September 1894 wurde die Kapelle des Hofbauern Max Duffner von Pfarrer Franz Roth unter Assistenz des Uracher Pfarrers Karl Schleicher eingeweiht.“ Also vor 125 Jahren.

Dazu gehörte auch die Weihe des Maximilian-Glöckchens. Alljährlich wurde früher mit einer Messe an die Entstehung der Kapelle erinnert. Heutzutage finden Gottesdienste nur noch sporadisch statt.