Noch einige Projekte verwirklichen will oder muss der Ortschaftsrat Urach mit seinen eigenen Verfügungsmitteln. Da aus den zurückliegenden Jahren etwas angespart wurde, können die Bürgervertreter rund 6000 Euro investieren.

Gemäß neuem kommunalen Haushaltrecht wird dies künftig nicht mehr der Fall sein, da ab dem neuen Jahr keine Haushaltsreste mitgenommen werden dürfen.

Das Gremium um Ortsvorsteher Martin Schneider einigte sich deshalb auf die Anschaffung eines Defibrillators für 1500 Euro. Dieser soll in der öffentlichen Toilette im Dorfgemeinschaftshaus installiert werden. Eine Schulung über die Handhabung des Defibrillators soll es zeitnah geben.

Ebenfalls aus den restlichen Verfügungsmitteln sollen die Schiebetüren der Wandschränke in der Turnhalle erneuert werden. Weiter will man noch dringende Malerarbeiten an der Außenwand des Dorfgemeinschaftshauses vergeben, die im nächsten Halbjahr zu erledigen sind. Ein kleiner Restbetrag wir für unerwartete Ereignisse zurückbehalten.

Antrag mit Seltenheitswert

Weitere Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung waren zwei Bauanträge, darunter ein Neubau einer Kapelle. Ein solcher Antrag hat durchaus Seltenheitswert. Das letzte Gesuch zum Bau einer Kapelle hat der Uracher Ortschaftsrat in den Jahren 1994/95 entschieden. Die Familie Hofmaier ließ damals die Judas-Thaddäus-Kapelle an der Finsterhalde am Reitsattel errichten. An Christi Himmelfahrt im Jahre 1997 wurde die Kapelle bei Schneetreiben von Pfarrer Anton Schätzle eingeweiht.

An der Fahlenbachstraße 4 soll nun eine neue Kapelle mit dem Maßen 4,6 mal 3,7 Meter entstehen. Die Kapelle wird gemauert und die Dachkonstruktion mit Walmdach erfolgt mit einer Holzkonstruktion. Ein Glockentürmchen ist ebenfalls vorgesehen. Das Dach wird mit sogenannten Biberschwanz-Ziegeln eingedeckt.

Bereicherung für die Landschaft

Der Ortschaftsrat befürwortete einstimmig das Bauvorhaben. „Das ist eine Bereicherung für das Landschaftsbild und passt sich harmonisch in die Umgebung ein“, so der einhellige Tenor der Bürgervertreter.

Abschließend regte Uli Kleiser die Anschaffung von zwei Ruhebänken an im Friedhofsbereich.