Ein buntes Programm mit vielfältigen Aktivitäten erwartet in diesen Tagen die Kindergruppe aus Weißrussland, die sich hier von den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erholen sollen. Aber nicht nur vielfältige Aktivitäten wie das Schießen am Biathlon-Stand oder ein kleiner Kurs beim Roten Kreuz gehören dazu. Auch für das leibliche Wohl der weißrussischen Gäste wird gut gesorgt. Während die Helfer des Tschernobylvereins an den meisten Tagen neben dem Frühstück auch das Abendessen zubereiten, sind die Kinder über Mittag immer wieder Gäste anderer Gruppen und Vereine.

Das begann mit Klaus Ketterer vom Gasthaus „Ochsen“, der mit den Kindern das Mittagessen mit Spätzle kochte. Aber auch im Vöhrenbacher Freibad Schwimmi waren sie zu Gast, wo der Pächter des Kiosks, Bekim Neziraj, die Kinder bewirtete, oder im Furtwanger Altenheim St. Cyriak. Auf dem Programm steht auch mehrmals Grillen, das bei den Kindern immer sehr gut ankommt. So waren sie zu Gast in Hammereisenbach bei der Familie Schuler zum Grillen am Nachmittag.

21 Kinder zu Gast

Schon seit Jahren sind jeweils an einem Abend während des dreiwöchigen Aufenthalts in Vöhrenbach die Kinder und ihre Betreuer zum Grillen auch auf den Kolmenbauernhof im Katzensteig eingeladen. Seit fast zehn Jahren unterstützen Barbara und Karl Dold die Aktion. Aber auch Sohn Ralf und Schwiegertochter Kerstin sind von dieser Aktion überzeugt und ziehen mit. So waren an diesem Abend neben den 21 Kindern aus Buda Koschelewo mit ihren beiden Begleiterinnen auch eine ganze Schar aus dem großen Helferteam des Vereins Hilfe nach Tschernobyl zu Gast auf dem Kolmenbauernhof.

Chef grillt selbst

Karl Dold ließ es sich nicht nehmen, selbst als Grillmeister für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen, wobei auch dieses Jahr wieder das Wetter hervorragend mitspielte. Den Kindern und den übrigen Gästen schmeckte das Mahl mit vielen Würsten und Steaks hervorragend. Entsprechend gut war die Stimmung.

Nicht zuletzt war für die Kinder die große Fläche rund um den Bauernhof mit vielen Spielgeräten und Kinder-Fahrzeugen die ideale Spielwiese, wo sie sich noch ausführlich austoben konnten.

Das Engagement der Familie Dold ist ein weiteres gutes Beispiel, welch breite Unterstützung die Tschernobyl-Aktion aus Vöhrenbach in den vergangenen 19 Jahren in der ganzen Region erhalten hat.