Über die Arbeit der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen vor allem in Vöhrenbach informierten im Gemeinderat Tanja Neipp von der Verwaltung der Musikschule und Musiklehrer Daniel Bachmann.

Phase der Umstrukturierung

Tanja Neipp machte deutlich, dass sich die Jugendmusikschule aktuell in einer Phase der Umstrukturierung befindet. Nach der Erkrankung des Leiters Bernd Rimbrecht wurde die Stelle neu ausgeschrieben. Hier werde sich sicher einiges ändern. Aktuell werden 40 Kinder aus Vöhrenbach an der Jugendmusikschule unterrichtet. Allerdings hat die Musikschule in Vöhrenbach keine eigenen Räumlichkeiten.

Meisten Vöhrenbacher Schüler besuchen Bläserklasse

Daher findet der Fachunterricht teilweise bei Daniel Bachmann zu Hause statt, der selbst in Vöhrenbach lebt. Die meisten Schüler werden aber im Rahmen der Kooperation mit dem Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule vor allem in der Bläserklasse unterrichtet. Tanja Neipp machte unter anderem deutlich, dass mit 32 Prozent die kommunalen Zuschüsse einen wesentlichen Teil der Finanzierung darstellten.

Räume für Musikunterricht im alten Schulhaus angedacht

Mit Blick auf die aktuellen Diskussionen in Vöhrenbach um die künftige Nutzung der alten Schule könne man sich vorstellen, so Tanja Neipp, dass die Jugendmusikschule hier ebenfalls Räume erhält und damit auch direkt in Vöhrenbach unterrichten kann.

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Neipp merkte außerdem an, dass die Jugendmusikschule mit ihren Schülern noch nicht in Vöhrenbach aufgetreten sei. Dies könne man auf Wunsch gerne ändern. Vor allem zeigte sie sich beeindruckt von der städtischen Festhalle, in der ja ausnahmsweise die Gemeinderatssitzung stattfand.

Einladung an die Schule zum Auftritt

Bürgermeister Robert Strumberger nutzte diese Chance gleich und lud die Jugendmusikschule ein, mit Orchester oder Solisten nach Vöhrenbach zu kommen. Interesse habe man auch an einer intensiveren Zusammenarbeit mit der Stadtkapelle Vöhrenbach. Aktuell werden nur zwei Zöglinge der Stadtkapelle in der Jugendmusikschule unterrichtet.

Stadtkapelle mit eigener Ausbildung

Der Vorsitzende der Stadtkapelle, Ferdinand Möller, führte dazu aus, dass ein Lehrer der Jugendmusikschule bei der Stadtkapelle Schlagzeug unterrichtet. Allerdings verfüge die Stadtkapelle über acht eigene Ausbilder, die diese Aufgabe gerne und leidenschaftlich wahrnehmen. Die Kapelle sei aber dankbar, dass die Jugendmusikschule die Ausbildung übernimmt, wenn innerhalb des Vereins kein eigener Lehrer zur Verfügung steht.

Eine Möglichkeit zur Förderung, so Tanja Neipp, wäre beispielsweise die Regelung wie in Furtwangen, wo Zöglinge aus den Musikereinen bei der Jugendmusikschule durch die Stadt einen Nachlass von zehn Euro erhalten.

Rüdiger Hirt kritisiert „Blankoscheck“

Rüdiger Hirt (CDU) zeigte sich erfreut über den „ersten direkten Kontakt mit der Jugendmusikschule“. Gerade bei den Haushaltsplanberatungen werden immer wieder diskutiert, wie die Stadt bei den freiwilligen Leistung gerecht sparen könne. Die Vereine in Vöhrenbach leisten einen erheblichen Teil an der Ausbildung ihres Nachwuchses, die Subvention dieses großen Engagements sei allerdings eher mager. Daher stelle sich immer wieder die Frage, wofür die Jugendmusikschule diesen „Blankoscheck über 8000 Euro“ verwendet.