Nun wird es ernst mit der Breitband-Versorgung auch für das Stadtgebiet von Vöhrenbach. Nachdem in Hammereisenbach die Arbeiten bereits begonnen haben, stehen in den nächsten Tagen die endgültigen Anmeldungen für den Breitbandanschluss im ersten Bauabschnitt in der Kernstadt auf dem Programm, die dann im kommenden Jahr realisiert werden sollen.

Nach Einschätzung von Jochen Cabanis vom Zweckverband Breitbandversorgung könnten damit bis Ende 2019 schon einige, vielleicht sogar viele Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden. In Vöhrenbach steht der erste Bauabschnitt für die Glasfaser-Versorgung an. An der Informationsveranstaltung in der Festhalle nahmen fast 200 Bürger teil.

Bürgermeister Robert Strumberger machte deutlich, dass eine Versorgung mit Glasfaser schon lange diskutiert werde. Doch schon vor Jahren haben sich die großen Telekommunikationsunternehmen ausgeklinkt, eine Versorgung für Vöhrenbach und Hammereisenbach interessierte sie nicht. Als Folge hätten die Gemeinden im Schwarzwald Baar Kreis gemeinsam den Zweckverband gegründet, um auch alle Gemeinden an das Glasfasernetz anzuschließen.

Begonnen habe man bereits in Hammereisenbach, denn dort sei die Versorgung am schlechtesten. Strumberger wies darauf hin, dass diese Breitbandversorgung durch die Gemeinden finanziert werden muss. Hammereisenbach beispielsweise wird etwa 1,5 Millionen Euro kosten, durch einen Zuschuss auf 1,1 Millionen für die Stadtkasse reduziert. Die Versorgung für ganz Vöhrenbach ist mit etwa sieben Millionen Euro kalkuliert. Wenn die erhofften Zuschüsse eintreffen, bleiben für die Stadtkasse noch fünf Millionen Euro zu finanzieren.

Die Datenautobahn im ländlichen Raum sei wichtig, betonte Strumberger. Deshalb sei es von großer Bedeutung, dass sich möglichst viele Bürger anschlössen. Wenn die Quote unter 50 Prozent fällt, sei eine Anbindung der entsprechenden Straßen fraglich.

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