Jeden Tag gefährliche Situationen haben die Kinder in Urach vor sich, wenn sie zum Kindergarten oder zur Schule unterwegs sind, bemängeln Mütter der Kinder. Besonders deutlich zeige sich das an der Bushaltestelle Mattenhof.

Die Kinder, die vom Fränzle-Faller-Weg, Streichenbach oder Alte Straße kommen, müssen dabei die Urachtalstraße zum Buswartehäuschen überqueren. In diesem Bereich der Urachtalstraße gelten 70 Stundenkilometer. Doch es wird deutlich schneller gefahren, beobachten die Mütter, die ihre Kinder auf dem Weg begleiten. Prekärer werde es noch, wenn man bedenke, dass die Kinder den Verkehr aus Richtung Hammereisenbach nicht einmal sehen könnten und praktisch auf Gehör über die Straße gehen müssten.

Die Gefahr sei derzeit durch die Sperrung der B 500 wegen des vermehrten Verkehrs noch um einiges höher.

Oft können die Anwohner sehen, dass Autos oder Lastwagwen sogar im 70er-Bereich, also auch dort, wo die Bushaltestelle ist, überholen. Sogar im Ortsbereich, wo 50 Stundenkilometer erlaubt sind, überholten sich Lastwagen gegenseitig. Wenn man den Verkehr eine Weile beobachte, entstehe für die Anwohner der Eindruck, dass die Verkehrsteilnehmer die zusätzliche Fahrzeit, die wegen der Sperrung der B 500 dazukommt, mit einer schnelleren Fahrweise ausgleichen wollen.

Eine Entspannung dieser gefährlichen Lage in Urach dürfte es vermutlich erst geben, wenn die Ortsgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde erst nach dem Buswartehäuschen Mattenhof Richtung Kalte Herberge endet, so die Aussage eines Anwohners. Ob das umgesetzt werde, bleibe abzuwarten. Solange hoffen die Eltern der betroffenen Kinder, dass nichts passiert.