Zu ihrer 64. Hauptversammlung war die Feuerwehr Urach, eine Teilortswehr der Vöhrenbacher Feuerwehr, zusammengekommen. Schriftführer Roland Willmann ließ in seinem umfangreichen Jahresbericht noch einmal die Aktivitäten Revue passieren. Neben einem Brand, der schnell gelöscht werden konnte, war vor allem Abteilungskommandant Stefan Demattio mehrmals mit der Führungsgruppe Bregtal im Einsatz.

Eine besondere Herausforderung für die Abteilung Urach waren Umbau und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses. Das begann beim Holzeinschlag, dem Aufbau des Dachstuhls, der Sanierung der Fassaden und der Tore und nun zuletzt auch des Innenbereichs. Darüber hinaus engagierte sich die Feuerwehr unter anderem beim Schwarzwald-Bike-Marathon und beim Mountainbike-Rennen des Skiclubs. Ein Erfolg war das Frühlingsfest und gelungen auch der Kameradschaftsabend gemeinsam mit dem Musikverein Urach. Beteiligt war man am Kreisfeuerwehrtag in Pfohren und am Handpumpenwettbewerb in Herzogenweiler.

Aktuell zählt die Feuerwehr Urach 39 Mitglieder, davon 25 Aktive und 14 Ehrenmitglieder. Großes Lob erhielten alle von Kommandant Stefan Demattio, denn trotz großer Belastung durch den Umbau der Garage erreichte man einen Probenbesuch von 88 Prozent. 18 Feuerwehrleute und damit Dreiviertel der Wehr konnten hier für 100-prozentigen Probenbesuch ausgezeichnet werden. Darüber hinaus überreichte Stefan Demattio an Christian Heim die Ausbildungsbescheinigung zum Truppmann und konnte ihn damit auch zum Feuerwehrmann befördern.

Erfolgreich hatten darüber hinaus Michael Heim und Martin Schneider die Ausbildung zum Maschinisten absolviert. Außerdem kündigte Demattio an, dass bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr Gottfried Pfaff, Wolfgang Willmann und Joseph Willmann für 40 Jahre und Stefan Demattio für 20 Jahre in der Feuerwehr geehrt würden. „Wir können auf jeden einzelnen Feuerwehrmann stolz sein“, so Bürgermeister Robert Strumberger in seinem Grußwort. Man müsse sich fragen, ob die Leute in der Feuerwehr überhaupt irgendwann Freizeit hätten, denn eigentlich seien sie rund um die Uhr das ganze Jahr über dienstbereit.

Deutliche Kritik übte er an den Verantwortlichen für den erneuten Brand im Sägewerk. Es sei unverantwortlich, hier mit dem Feuer zu spielen, denn dann spiele man auch mit der Existenz des Betriebes, mit der Existenz von Arbeitsplätzen und gefährde sogar Leben und Gesundheit der Feuerwehrleute. Auch er würdigte ganz besonders den Einsatz der Feuerwehrleute für ihr Gerätehaus mit vielen ehrenamtlichen Stunden. Die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und auch der Gesamtleitung der Feuerwehr zeige sich nun aber nicht zuletzt auch darin, dass die Abteilung Urach nun ein neues Mannschaftsfahrzeug erhalten soll. Damit unterstreiche man vonseiten der Stadt den Stellenwert der Teilortswehren. In dieser großen Fläche könne man die Aufgabe nur gemeinsam meistern.

Auch Gesamtkommandant Ralf Heizmann lobte die gute Zusammenarbeit, die zuletzt beim Brand an der Säge bewiesen worden sei, und den hohen Ausbildungsstand der Uracher Wehr. Auch Ortsvorsteher Martin Schneider, selbst aktiv in der Feuerwehr, zeigte sich zufrieden mit dem gelungenen Umbau im Gerätehaus und dem Beschluss des Gemeinderates für ein neues Mannschaftsfahrzeug.