Einen großen Schwerpunkt legt die Feuerwehr Vöhrenbach auch weiterhin auf die umfangreiche Ausbildung ihrer Mitglieder, wie in der Hauptversammlung der Abteilung Vöhrenbach deutlich wurde. Schriftführer Christian Murzko gab darüber einen umfassenden Bericht ab. Mit 25 meist kleineren Einsätzen war das vergangene Jahr relativ ruhig. Für die Mitglieder der Abteilung kamen dazu aber noch 22 Proben und 63 andere Termine. Zusammen mit weiteren vier Proben für die Zugführer und acht für die Führungsgruppe Bregtal gab es damit 122 Antritte für die Mitglieder der Vöhrenbacher Feuerwehr. Dazu kamen zahlreiche Ausbildungen, neben den internen Ausbildungen besuchten 23 Mitglieder der Abteilung 45 verschiedene Lehrgänge.

Von Brand bis Hochwasser

Bei den Einsätzen war der Bogen wieder weit gespannt von einer Straßenverunreinigung über Bäume auf der Fahrbahn bis zum Hochwasser-Voralarm. Es gab auch kleinere Brände wie ein Kaminbrand im Stadtgebiet oder der Brand eines Mähdreschers. Nicht unterschätzen darf man auch die Gefahr, die von unbewachten Feuern ausgehen, hier waren ein Brand ausgehend von einem Kilwifeuer, sowie von einem kleinen Nutzfeuer Beispiele, wie schnell sich bei der trockenen Landschaft ein Feuer ausweiten kann.

Mehr Notfälle in Häusern

Immer öfter wird die Feuerwehr auch zu Notfällen in Häusern gerufen, wo für den Rettungsdienst erst die Tür geöffnet werden muss. Dafür wurde auch ein eigener Lehrgang absolviert, um die Öffnung möglichst ohne Schäden durchführen zu können. Gefordert war die Feuerwehr unter anderem mit dem Sicherheitsdienst und der Parkplatz-Regelung beim Jubiläum der Stadtkapelle. Dazu kommt der Verkehrsdienst bei verschiedenen Veranstaltungen vom Rosenmontagsumzug bis zur Fronleichnamsprozession. Auch zahlreiche Besprechungen und Beratungen waren nötig, beispielsweise für die Erweiterung des Gerätehauses Langenbach.

Gold in Hüfingen geholt

Stolz sind die beiden Mannschaften der Vöhrenbacher Wehr, die in Hüfingen das Leistungsabzeichen in Gold errangen. Erstmals durchgeführt hat man im Herbst den Warentauschtag im Auftrag des Landratsamtes. Nach dem positiven Ergebnis wird man diese Veranstaltung auch künftig zweimal im Jahr durchführen. Und für das laufende Jahr steht unter anderem wieder das Stadtfest auf dem Programm.

Strumberger bestürzt

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Robert Strumberger der Feuerwehr für ihre Einsatzbereitschaft und Motivation. Ganz wesentlich dafür sei auch die gute Kameradschaft. Mit viel Engagement und Freude seien die Feuerwehrleute 365 Tage im Jahr bereit, um den Bürgern in schwierigsten Situationen zu helfen. Bestürzt zeigte sich Bürgermeister Strumberger über die zunehmenden Berichte aus anderen Städten, wo gegen die Einsatzkräfte, die nur Hilfe leisten wollen, aggressiv vorgegangen wird. Ein Lob hatte er für das gute Miteinander der verschiedenen Abteilungen als Vöhrenbacher Gesamtwehr. Und schließlich dankte er für die wichtige Unterstützung im Hintergrund beim Jubiläum von Stadt und Stadtkapelle.

Viele treue Probenbesucher

„Es tut gut, wenn der Bürgermeister so deutlich hinter der Feuerwehr steht“, dankte Abteilungskommandant Oliver Schrenk für diese Worte. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Stadtverwaltung funktioniere immer reibungslos. Zusammen mit seinem Stellvertreter Alexander Schneider zeichnete er dann 24 Mitglieder der Abteilung, also etwa die Hälfte, für einen 100-prozentigen Probenbesuch aus.

Zusammengewachsen

Gesamtkommandant Ralf Heizmann lobte die „sehr rege Abteilung Vöhrenbach“ für ihren großen Einsatz. Bemerkenswert seien allein die 45 Lehrgänge, in den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt in der Abteilung 150 Lehrgänge absolviert. Man müsse ins Fachwissen investieren, um für die Zukunft fit zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sei hervorragend, hob Heizmann hervor, man sei zu einer gemeinsamen Vöhrenbacher Feuerwehr zusammengewachsen. Schließlich überbrachte er auch noch den Dank und die Anerkennung im Namen der Stadtkapelle für die breite Unterstützung beim Jubiläum im vergangenen Jahr.

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