Auf in den Sattel und Reiten? Nein, so schnell ging es beim Sommerferienprogrammpunkt Hippolini-Reiten bei der Kieningermühle von Melanie Thoma am Rappeneckweg doch wieder nicht.

Vier Mädchen hatten sich angemeldet. Genauso viele Pferde oder Ponys, die zwischen neun und 16 Jahren alt sind, hat Melanie Thoma. Zwei Mädchen brachten Erfahrungen mit, denn sie nehmen schon seit drei Jahren Reitunterricht. Die beiden anderen Teenies wollten mal reinschnuppern, was da alles gemacht wird.

Kontakt hat Melanie Thoma auch mit der Josef-Hebting-Schule. Jeweils an zwei Tagen in der Woche kommen Schüler von dort und nehmen Reitunterricht. 90 Prozent davon sind Mädchen, ergänzt Thoma.

Beim aktuellen Sommerprogramm wurden dann zwei der Ponys mit Namen Tom und Jerry aus dem Stall geführt und in die Reithalle gebracht. Wichtig sei, so Melanie Thoma zu den Mädchen, dass man Kontakt zu den Pferden aufnimmt.

Diese Kontaktaufnahme geschieht ganz praktisch. Die Pferde werden geputzt, Mähne und Schweif gekämmt und die Hufe gesäubert. Das ist auch deswegen angebracht, da man hierbei am besten sehen kann, ob irgendwelche Verletzungen oder andere Veränderungen aufgetreten sind.

Alle acht Wochen ist auch der Hufschmied vor Ort, erklärt Thoma, um die Hufe zu pflegen. Danach wurden Tom und Jerry die Sättel aufgelegt und grob festgezurrt sowie Halfter und Führstück angelegt. Die Mädchen mit Erfahrung machten das selber, während die zwei Neulinge zuschauten, wie Melanie Thoma vorgeht und auch mit den Ponys spricht.

Doch in den Sattel ging es immer noch nicht. Die Ponys mussten zuerst zwei Runden durch die Halle geführt werden. Dadurch schmiegt sich der Sattel richtig an den Pferderücken an und erst danach darf er endgültig festgemacht werden. Jetzt gab es strahlende Gesichter, denn die Mädchen durften aufs Pferd steigen.

Mit einem Würfel, der verschiedene Pferdesituationen zeigt, musste dann während des Reitens durch die Halle festgestellt werden, welche beschrifteten Schilder an den Wänden zu den Würfelabbildungen passen. So wurde gelernt, wie sich Ohren, Augen, Nase und Nüstern der Pferde bei verschiedenen Konstellationen darstellen.

Natürlich gehörten auch Spiele und ein gemeinsames Essen zum unterhaltsamen Programm mit den Ponys. Abschließend durfte was über Pferdesprachen gebastelt werden und mit dem guten Gefühl, einiges über den Umgang mit Tieren gelernt zu haben, gingen die jungen Gäste nach Hause.