Wieder einmal ein sehr gelungenes Weihnachtskonzert spielte der Musikverein Hammereisenbach vor der beeindruckenden Kulisse einer ausverkauften Festhalle.

Diesen Auftritt wollen viele nicht verpassen

Zu den Besuchern des Konzertereignisses gehörten neben dem aktuellen Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt und dessen Vorgänger Peter Hummel auch Bürgermeister Robert Strumberger und seine Lebensgefährtin Jutta Link, Pfarrer Martin Schäuble sowie der Vorsitzende des benachbarten Musikvereins Eisenbach, Martin Bliestle, der als Verbandsvertreter anwesend war.

Wo die Adler fliegen

„Where Eagles soar“ – vor der beeindruckenden Hochgebirgskulisse des US-Bundesstaats Maine wurde Steven Reineke zu diesem Musikstück animiert. Hier werde dem Menschen die Einzigartigkeit der Schöpfung bewusst, der innere Geist freigesetzt, so dass er aufsteige in höchste Höhen – wo die Adler fliegen. In beeindruckender Manier konnte Dirigent Tobias Winter seine Musiker in die Höhe treiben, wohin sie das Publikum mitrissen.

Ein ambitioniertes Weihnachtskonzert spielt der Musikverein Hammereisenbach unter der Leitung von Tobias Winter.
Ein ambitioniertes Weihnachtskonzert spielt der Musikverein Hammereisenbach unter der Leitung von Tobias Winter. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Beinahe schon logisch folgte dem Höhenflug der „Mountain Wind“, der Bergwind, den Martin Scharnagl komponierte. Mal sanft, mal stürmisch, endet das Stück mit einem donnernden Maestoso. Besonders beeindruckte dabei das Cantabile der Flöten; unterstützt durch die Oboe.

Geradezu magische Klänge

Mit Höhepunkten aus dem Musical „Tanz der Vampire“ (Jim Steinman) setzte das knapp 40-köpfige Orchester seine musikalischen Höhenflüge fort. Magische Klänge, eine einzigartige Kombination aus Schauder und Komik, die Jagd zwischen Gut und Böse kennzeichnen das Werk – viele der Musiktitel wurden auch einzeln erfolgreich im Musikgeschäft.

Auch die folgenden Töne der „Voice oft he Vikings“ kamen beinahe logisch – auch die Wikinger galten einst als ein blutrünstiges Volk, das sich aufmachte, die Welt zu erobern – dennoch wurde auch viel gefeiert.

Dramatisches Geschehen

„Eiger“: An der Nordwand verlor einst Johns Vater das Leben, er stürzte 1200 Meter in die Tiefe. 40 Jahre später wagte sich John an die berüchtigte Wand – die Reise zum Gipfel des Todesbergs wurde einzigartig dargestellt und brillant umgesetzt. Dem folgte ein Medley aus Melodien des Erfolgsfilms „The greatest Showman“ über das Leben von P.T. Barnum, dem großen Zirkusgründer der USA.

Marsch und Polka gehören einfach dazu

„Bei einem Jahreskonzert darf ein Marsch nicht fehlen“, betonte Moderatorin Heike King. Der triumphale Militärmarsch, den Julius Fucik anlässlich des 60. Thronjubiläums von Kaiser Franz-Joseph I. geschrieben hatte, war dafür ein exzellentes Beispiel, meisterhaft inszeniert von den Hammricher Musikern. Doch auch eine Böhmische Polka gehört einfach dazu – so wurde die „Musikantensehnsucht“ (Guido Henn) sehr gefühlvoll dargebracht.

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Hits aus den Achtzigerjahren

Wieder in die musikalische (Beinahe-) Neuzeit entführten die Musiker in die Jahre der Neuen Deutschen Welle mit dem Medley „80er Kult(tour)“, der Kultmusik der frühen Achtzigerjahre. „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“, „1000 und eine Nacht“ oder „Sternenhimmel“ – die Mehrzahl der Besucher schien eindeutig mit diesen Liedern aufgewachsen zu sein.

Anhaltender Applaus

Eigentlich wäre damit Schluss gewesen – doch anhaltender Applaus zwang die Musiker geradezu zu Zugaben. Logische Folge war zunächst der Fliegermarsch und im zweiten Anlauf die „Böhmische Liebe“ – das Publikum hätte gerne auch mehr gehört. Doch die Tombola mit vielen schönen Preisen lockte ebenfalls. Für eine reibungslose und schnelle Bewirtung sorgten Mitglieder des Sportvereins Hammereisenbach.