Nach rund 16 Monaten Bauzeit soll am heutigen Samstag gegen 10 Uhr die Straßenbaustelle in der Villinger Straße geräumt und die Straße wieder freigegeben werden. Was ursprünglich nur wenige Monate dauern sollte, benötigte deutlich mehr als ein Jahr. Zum offiziellen Abschluss dieser Baumaßnahme und zur Wiedereröffnung der Villinger Straße hatte am Donnerstag die Stadtverwaltung zu einem Fest in die Villinger Straße eingeladen.

Bürger feiern mit

Fast 100 Bürger waren gekommen, als der Bürgermeister mit weiteren Ehrengästen das blau-gelbe Band durchschnitt und damit die Straße offiziell ihrer Bestimmung übergab, auch wenn die eigentliche Eröffnung erst am heutigen Samstag stattfindet. Gemeinsam wurde dann mitten auf der Straße der endlich erfolgte Abschluss gefeiert. Zu den Ehrengästen gehörten der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach, der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Nico Reith als Vertreter seines Nachfolgers Marcel Klinge sowie Dezernent Reinhold Mayer vom Landratsamt als Vertreter des Landrats.

Betriebe betroffen

Strumbergers Dank galt allen, die an dieser umfangreichen Maßnahme beteiligt waren, vom Planungsbüro über die Firmenvertreter und Gemeinderäte bis zu den besonders betroffenen Anliegern. Stark betroffen waren auch anliegende Unternehmen wie Edeka-Scherzinger oder Metzgerei Willmann und nicht zuletzt auch die Industriebetriebe in Langenbach.

Auslöser dieser Baumaßnahme waren die Planungen der Straßenbauverwaltung, den Belag der Straße und die Brücke über den Langenbach zu sanieren. Von den ersten Gesprächen 2014 dauerte es dann drei Jahre, bis tatsächlich mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Die Stadt beteiligte sich mit der Neugestaltung der Gehwege und der Randbereiche, der Zufahrt zum Mättenbühl und der Gestaltung von drei Pflanzinsel zur Verkehrsberuhigung. Gleichzeitig gab es größere Baumaßnahmen im Bereich von Kanal und Wasserversorgung sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und nicht zuletzt die Verlegung von Lehrrohren für das Breitbandkabel.

Vollsperrung statt Ampel nötig

Die ursprünglich gewählte Möglichkeit einer Ampelregelung für den Linienbus bewährte sich nicht, gerade auch durch widerrechtlich durchfahrende Verkehrsteilnehmer gab es Schwierigkeiten und Verzögerungen. Aber auch im Untergrund kamen viele unvorhergesehene Maßnahmen dazu. Im zweiten Bauabschnitt wurde dann tatsächlich die Vollsperrung durchgesetzt, wodurch die Maßnahme nun abgeschlossen werden konnte.

Das Regierungspräsidium sanierte insgesamt eine Fläche von 7000 Quadratmetern. Für die Stadt Vöhrenbach waren es weitere 1200 Quadratmeter für die Gehwege. 2,6 Kilometer Leerrohre für das Breitbandkabel wurden verlegt und 550 Meter Wasserleitung.

Ebenso wie im Schwimmbad sind auch hier wieder sehr erfolgreich einheimische Firmen beteiligt worden. Die Gesamtinvestition für diese Baumaßnahme betrug 1,4 Millionen Euro, wobei alle vorliegenden Zahlen lediglich die Planzahlen darstellen, die endgültige Abrechnung wird erst noch folgen.

Auf die Stadt entfielen davon 950 000 Euro. Dafür gab es bei der Wasserleitung und beim Kanal einen Zuschuss von etwa 80 Prozent, bei den Gehwegen und Umgebungsflächen etwa 60 Prozent. Bei der Beleuchtung werden die neuen LED-Lampenköpfe mit etwa 20 Prozent bezuschusst.

Straße jetzt "ein Schmuckstück"

Ein Grußwort kam auch vom Landtagsabgeordneten Karl Rombach. Die Straße sei nun ein Schmuckstück. Er machte deutlich, dass er es als Landtagsabgeordneter als eine sehr wichtige Aufgabe ansehe, sich für die Belange der Gemeinden dieser Region im ländlichen Raum einzusetzen. Dabei lobte er Bürgermeister Strumberger, der gefühlvoll, aber immer sehr nachhaltig die Interessen der Stadt auch ihm gegenüber vertrete.