Neben seinem Sachstandsbericht zur Krankenhausstraße informierte Ingenieur Rainer Christ von Bit-Ingenieure den Vöhrenbacher Gemeinderat über weitere Bauvorhaben in diesem und im kommenden Jahr, die zumeist schon im Haushaltsplan vorgesehen sind.

Ein Projekt ist die Sanierung der Brücke an der Casimir-Stegerer-Gasse und das Gebiet um den Gewerbekanal. Hier soll bis September die Entwurfsplanung von Bit-Ingenieure abgeschlossen sein, sodass der Gemeinderat im Oktober oder November darüber beraten und die Ausschreibung bis Ende des Jahres durchgeführt werden kann.

Rüdiger Hirt (CDU) zeigte sich verwundert, dass hier ein ganzes Gebiet überplant werde und nicht, wie im Gemeinderat beraten, nur die Brücke. Für eine weitergehende Planung gebe es keinen Beschluss des Gemeinderates. Allerdings, so Rainer Christ, müsse die Brücke an die Straßenverhältnisse der Umgebung angepasst werden, weshalb es sinnvoll und notwendig sei, auch die Umgebungsfläche in die Planung einzubeziehen.

Daniel Weißer (BWV) fragte nach, ob die defekte Brücke überhaupt noch belastet werden könne. Für eine normale Belastung wurde aber eine Stahlplatte aufgebracht.

Restarbeiten in der Villinger Straße

Restarbeiten sind noch im Zusammenhang mit der Beleuchtung in der Villinger Straße notwendig. Außerdem gab es einen Rohrbruch im Bereich der Brücke, der im September repariert werden soll.

In einem weiteren Projekt soll der Anschluss an die Furtwanger Wasserversorgung realisiert werden. Die beiden Gemeinderäte haben hier bereits entsprechende Vereinbarung getroffen, dass Furtwangen der Stadt Vöhrenbach im Notfall mit Trinkwasser aushelfen kann, soweit die Furtwanger Wasserversorgung dadurch nicht gefährdet wird. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits eingereicht und zumindest eine mündliche Zusage erteilt, hieß es.

Hoher Zuschuss für Wasserversorgung

Im Bereich des Anschlusses zwischen dem Ende der Furtwanger Leitung und dem Bahndamm, wo die Vöhrenbacher Leitung verlegt werden soll, sind noch Grundstücksfragen zu klären. Auch hier soll die Planung bis September abgeschlossen.

Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2020. Bei Gesamtkosten von 755  000 Euro erwartet man einen Zuschuss in Höhe von 604  000 Euro. Dieser Anschluss stellt dann einen echten Verbund mit der Furtwanger Wasserversorgung dar.

Noch nicht geklärt ist allerdings die Frage, ob diese Leitung im Normalfall trocken liegt und nur im Notfall gefüllt wird, oder ob eine dauernde Durchspülung, also eine Abnahme von Trinkwasser durch die Stadt Vöhrenbach, sinnvoller wäre.

Massive Geruchsbelästigung

Ein weiteres Vorhaben betrifft Hammereisenbach: Dort soll die Abwasserleitung aus Urach an anderer Stelle ans Kanalnetz angeschlossen werden, denn an der aktuellen Anschlussstelle werden im Umfeld die Anwohner massiv durch Gerüche belästigt.

Eine Ursache dafür ist unter anderem die Tatsache, dass diese in einen dort endenden Zweig des Hammereisenbacher Kanals einmündet. Da hier keine regelmäßige Durchspülung stattfindet, können bei entsprechenden Temperaturen und geringem Durchfluss entsprechende Gerüche entstehen.

Abhilfe schaffen würde eine Weiterleitung des Uracher Rohrs bis zur Hauptleitung aus Eisenbach. Dieser Anschlussbereich läge nicht im Bereich von Wohnhäusern und dieser Kanal würde von Eisenbach her regelmäßig durchspült.

Martin Schneider forderte allerdings, zu prüfen, ob die Beeinträchtigung tatsächlich durch den Uracher Kanal hervorrufen werde. Der scheidende Hammereisenbacher Ortsvorsteher Peter Hummel sagte, dass es an dieser Einleitung „zum Himmel stinkt“ und daher die „Wohnqualität miserabel“ sei.