In der letzten Sitzung vor den Sommerferien sorgten Konzessionsverfahren bezüglich der Gasversorgung und die Beschaffung eines neuen Bauhoffahrzeugs für Spannung.

Als Thema, „um das wir nicht vorbei kommen“, bezeichnete Bürgermeister Robert Strumberger den Vertrag mit einer Stuttgarter Anwaltskanzlei, die über ein Konzessionsverfahren zur Bereitstellung und zum Betrieb eines Gasverteilungsnetzes zur allgemeinen Versorgung unter Nutzung öffentlicher Verkehrswege verhandeln soll. Gunda Kleiser meldete Bedenken wegen der Kosten an und wollte wissen, wann der Konzessionsvertrag auslaufe. Man könne nicht 20 000 Euro einsetzen. Was die Räte besonders bewegte: Wer wird Gasanbieter sein zu welchen Kosten?

Helmut Ruf hatte Bedenken wegen möglicher unseriöser Angebote, und Rüdiger Hirt sah eine Diskrepanz zwischen Betreiber und Lieferant. Peter Hummel bedauerte, kaum Entscheidungsspielraum angesichts europäischer Vorgaben zu haben, und Albert Schwörer hakte nach, ob man nicht einen preisgünstigeren Juristen bekommen könne.

Der Bürgermeister sowie Kämmerer Armin Pfriender sahen einerseits die Notwendigkeit der Maßnahme, gehen von der EGT als Betreiber aus und rechnen andererseits mit günstigen Angeboten für Strom und Gas. Endgültige Kosten könnten noch nicht beziffert werden. Schließlich wurde dem Verwaltungsvorschlag mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen zugestimmt.

Von den Technischen Diensten berichtete Fred Heinze. Wenn keine Unwägbarkeiten auftreten, könne die Villinger Straße ab 4. August freigegeben werden. Den Anliegern sei die Maßnahme zwar an die Substanz gegangen, aber es sei ein Stück neue Lebensqualität geschaffen worden. Helmut Ruf verlangte im Bereich Kebab-Imbiss eine Abgrenzung, die laut Gunda Kleiser aber die Probleme der Schneeräumung berücksichtigen müsse.

Das Okay zur Beschaffung eines multifunktionalen Geräteträgers Multicar M31 Euro 6 zum Preis von 100 439 Euro wurde gegeben. Ein rollender Werkstattservice stehe zur Verfügung, und die bisherigen Zusatzgeräte könnten montiert werden. Das alte Fahrzeug solle weiter genutzt werden, wobei Heinze nicht mit hohen Reparaturkosten wegen anderer Nutzung rechne. Gunda Kleiser regte an, die angebotenen zwei Prozent Skonto zu nutzen.

Christine Breithut von der Bauverwaltung erläuterte die Umnutzung von Gastraum zu Wohnraum in der Schützenstraße 2. Für die Michael-Welte-Straße 41 sei ein Bauantrag eingegangen, wonach künftig ein Industriegelände für ein Ladengeschäft verwendet werden soll. Seitens der Verwaltung würden dagegen keinerlei Bedenken bestehen.