Erneut war die Sanierung der Vöhrenbacher Grundschule Thema im Gemeinderat. Zum einen meldete sich noch einmal Karin Willmann von der Interessengemeinschaft (IG) altes Schulhaus zu Wort. Zum anderen besetzte der Gemeinderat einen Ausschuss, der die Angebote der Architekten vor der Vergabe beurteilt. 

In der Frage-Viertelstunde ergriff Karin Willmann das Wort. Es sei schade, wie das ganze Schul-Thema gelaufen sei, so etwas sollte sich nicht wiederholen. Es habe in der Planungsphase keinen Austausch mit den Bürgern gegeben. Nicht zuletzt hätten die Mitglieder der IG den Eindruck, dass ihr Engagement sogar als Eingriff in die Arbeit des Gemeinderates gewertet würde. Dabei werde die Bürgerbeteiligung immer mehr gefordert, die „Politik des Gehörtwerdens“ forciert. Die Informationspolitik der Stadt habe sich seither auf jeden Fall deutlich verbessert.

Bürger regelmäßig befragen

Es sei aber grundsätzlich zu überlegen, ob man nicht ein regelmäßiges Bürgergespräch einrichten, einen Bürgerbeauftragten benennen und die Bürger grundsätzlich bei wesentlichen Themen befragen sollte. Sie wünsche sich außerdem, dass Lehrer und Schule bei den weiteren Planungen beteiligt seien. Dabei sollte man bei dem nun möglichen neuen Raumkonzept auch neue Konzepte für die Grundschule berücksichtigen und realisieren. Ihr Traum wäre es, wenn bei diesen Planungen auch „grenzüberschreitend“ gemeinsam mit Furtwangen neue Möglichkeiten geprüft würden.

Modell für erweiterte Grundschule

Nicht zuletzt könne sie sich vorstellen, dass die Vöhrenbacher Schule zu einer Modellschule für die „erweiterte Grundschule“ werde, in der der gemeinsame Unterricht auch noch in der fünften und sechsten Klasse stattfindet und erst anschließend der Wechsel in die weiterführenden Schulen erfolge.

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Bürgermeister Robert Strumberger erwiderte, dass auch Verwaltung und Gemeinderat dazugelernt hätten. Aber um Ministerpräsident Kretschmann zu zitieren, bedeute die Möglichkeit, dass die Bürger vom Gemeinderat „gehört“ werden nicht automatisch, dass sie auch „erhört“ werden. Auf jeden Fall werde auch die Schule diesen Prozess jetzt intensiv begleiten, der Rektor sei schon immer dabei gewesen.

Regelmäßige Beratungen

Im weiteren Verlauf der Sitzung benannte der Gemeinderat ein Auswahlgremium. Denn nachdem der Gemeinderat im November die europaweite Ausschreibung für die Architektenleistungen beschlossen hatte, empfahl das Beratungsbüro, das diese Ausschreibung begleitet, für die Einzelentscheidungen während des Verfahrens einen Ausschuss zu regelmäßigen Beratungen zu benennen. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Diesem Gremium sollen Vertreter der Verwaltung, der Schule und des Gemeinderats angehören.

Erste Sitzung am 7. Januar

Beschlossen wurde die Besetzung mit Bürgermeister Strumberger, einem Vertreter der Bauverwaltung, dem Rektor der Schule sowie jeweils einem Vertreter aus den beiden Fraktionen im Gemeinderat. Für die CDU gehört dem Gremium Rita Ketterer an, Stellvertreter ist Rüdiger Hirt. Für die BWV ist Mitglied Albert Schwörer, sein Stellvertreter Daniel Weißer. Die erste Sitzung dieses Gremiums ist bereits auf den 7. Januar terminiert.