Bei strahlendem Spätsommerwetter kamen viele Gläubige zum Kapellentag des katholischen Männerwerks in die Michaelskapelle/Bruderkirchle bei Vöhrenbach an der Steige der alten Straße nach Villingen. Anschließend herrschte gute Stimmung beim gemütlichen Beisammensein, bei Begegnung und Gespräch neben dem Bruderkirchle am Waldrand. Dabei wurden Getränke und Hefezopf angeboten.

Pfarrer Martin Schäuble aus Vöhrenbach feierte an dem idyllischen Wallfahrtsort mit den Pilgern eine Andacht. Dabei standen Gebete und Fürbitten für den Frieden in der Welt sowie für die Familien und die kranken und bedrängten Menschen im Mittelpunkt.

Gespräch mit Gott stärkt

In seiner Predigtworten betonte Pfarrer Schäuble vor allem die Wichtigkeit des Gebets. Die Menschen sollten vermehrt auf Gott und seine Worte in der Bibel hören, wie es damals die Mutter von Jesus Maria mit ihrem Ja getan habe: „Wir Menschen sind aufgerufen, unser Ja zum Willen Gottes zu sagen, und offen sein für das, was Gott von uns will. Dies ist gerade in einer glaubensleeren Zeit besonders notwendig.“

Das Bruderkirchle oder Michaelskapelle kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde um 1580 erstmals urkundlich erwähnt. Pfarrer Schäuble erklärte den Besuchern die bemerkenswertesten Besonderheiten dieses Ortes. Es handle sich um eine alte Kultstätte mit einer Quelle. Das Christentum kam etwas später in den Schwarzwald. Zuerst seien christliche Jungfrauen an diesen Ort gekommen, die dann auf schreckliche Art zu Tode gekommen seien. Aus diesem Anlass werde in der Sage von sieben „Verwünschungen“ über Vöhrenbach gesprochen. Der Name Bruderkirchle rühre von den in früher Zeit anwesenden Eremiten oder Waldbrüdern her, die hier in früherer Zeit gewohnt und gewacht haben.

Mit einem Weinpräsent bedankte sich der Vorsitzende des Männerwerks, Johannes Hauger, bei Pfarrer Schäuble für sein Kommen und seine ermutigenden Predigtworte.