Einen herzlicheren Abschied hätte man sich nicht denken können: Die Tschernobylkinder verließen die gastfreundliche Gemeinde.

Mit einem Festprogramm und einem gemeinsamen Essen wurden drei wundervolle Wochen besiegelt und manche Träne vergossen. Das Wetter zur Abschiedsparty am Donnerstagabend war herrlich. Man konnte draußen auf der Terrasse der Josef-Hebting-Schule sitzen und genießen. Mit farbigen Armbändern und einem herzlichen „Dobryj Djen“ begrüßten die Kinder aus Weißrussland die Gäste. Mit dabei waren Deutschlehrerin und Dolmetscherin Veronika Starovoitova und Begleiterin Lena Zhiglankova, die die 20 Mädchen und Jungen auf der Reise und während des Schwarzwald-Aufenthaltes behüteten.

Viel erlebt und gesehen

Organisator Fred Heinze mochte gar nicht glauben, dass die drei Wochen schon vorbei seien und alle zufrieden waren. Staravoitova bestätigte, dass die Kinder aus großen oder armen Familien viel erlebten und gesehen haben. Heinze und Verena Schafranski waren voll des Dankes, der an die Betreuerinnen, die Herbergseltern, das Küchenteam mit „Mutti“ Hedy Zierow, die Milchlieferantenfamilie Pietrek, die zahlreichen Sponsoren, Gönner und nicht zuletzt an die Stadt Vöhrenbach ging.

Eine gekonnte Tanzperformence bieten die Kinder aus Belarus zusammen mit ihren Betreuerinnen und farbigen Luftballons.
Eine gekonnte Tanzperformence bieten die Kinder aus Belarus zusammen mit ihren Betreuerinnen und farbigen Luftballons. | Bild: Siegfried Kouba

„Die Kinder wollen nicht nach Hause“, formulierte Veronika Staravoitova die Abschiedsgedanken und ihre Freude über die vielen Erlebnisse.

Bürgermeister Robert Strumberger konnte bei der Veranstaltung nicht dabei sein, richtete aber eine Grußadresse an die Gemeinschaft und sicherte zu, dass auch in Zukunft die Stadt und der Gemeinderat hinter dem Projekt stehen.

Stadt steht hinter Projekt

Ein nettes Unterhaltungsprogramm hatten die Kinder aus dem weißrussischen Gomeler-Gebiet mit den beiden Betreuerinnen zusammengestellt. Eingerahmt in den Song „Belarus“ wurden die schönen, aktiven, hübschen und verliebten Kinder und die Gastgeber dargestellt. Ein Storch aus Belarus verkündete „Vöhrenbach ist die beste Stadt“ und die Kinder meinten, „die Frauen waren die besten Köche Deutschlands“.

Spiel, Spaß und Spannung gibt es beim Abschiedsfest der Tschernobyl-Kinder. Geschicklichkeit und Schnelligkeit sind gefragt.
Spiel, Spaß und Spannung gibt es beim Abschiedsfest der Tschernobyl-Kinder. Geschicklichkeit und Schnelligkeit sind gefragt. | Bild: Siegfried Kouba

Zu „Let’s go Party“ wurde kräftig getanzt, wozu das Publikum mitklatschte. Danach waren „lustige Vöhrenbacher Leute“ gefragt, die ein Geschicklichkeitsspiel bewältigten. Zwei junge Tänzerinnen legten eine Choreografie mit grazilen Bewegungen hin. Danach kämpften zwei Gruppen um grünen Tee und Kekse zu heißen russischen Rhythmen. Bestens wurde ein „Bade-Gedicht“ auf Deutsch vorgetragen. Erstaunliche artistische Darbietungen ergänzten das Programm, genau wie zwei junge Mädchen, die einen flotten Tanz vorführten. Das Finale endete mit ausgelassener, herzlicher Freude aller Beteiligten.

Geschenke und leckeres Essen

Schließlich gab es für die Kinder und die Begleiterinnen Rucksäcke mit Schulsachen, Taschen und Kuschel­decken. Der Abend wurde mit einem Essen bei Würsten, Steaks, Salaten, Kuchen und Getränken abgerundet.