Idyllisch liegt es da – das Forbenhäusle auf etwa 900 Metern im gleichnamigen Forbental in der Nähe von Hammereisenbach. Vor einiger Zeit, das sind jetzt über zwei Jahre her, war das Forbenhäusle noch eine beliebte Unterkunft für mehrere Familien aus dem katholischen Bereich. Doch die Idylle, vor allem was die Hüttengemeinschaft anbelangt, gibt es nicht mehr.

Warum tut sich da nichts?

Es ist ruhig geworden um das Hüsli. Vor allem Wanderer, Radfahrer und der Hammereisenbacher Lauftreff, der regelmäßig im Forbental seine Runden dreht, fragen sich, warum sich nichts tut? Das hat seinen Grund. Die Hüttengemeinschaft hat sich aufgelöst. Das Kreisforstamt drängte schon im Jahre 2017 zur Auflösung der Nutzungsvereinbarung. Inzwischen ist das Häuschen, bestehend aus Zimmern, Küche, Nebenräumen, Keller und angebautem Holzschopf, ausgeräumt und verschlossen.

Verpachtung eher unwahrscheinlich

Ob das Forbenhäule wieder verpachtet wird, beantwortet Johannes von Stemm als zuständiger Beamter des Landesunternehmens Forst Baden-Württemberg mit Sitz in Kirchzarten momentan auf Rückfrage so: Vor allem die Quelle, Brandschutz und die Kläranlage müssten auf Vordermann gebracht werden, um die gesetzlichen Vorgaben für eine Verpachtung erfüllen zu können. Dass diese Voraussetzungen dieses Jahr noch geschaffen werden können, hält Johannes von Stemm daher eher für unwahrscheinlich.

Geschichte des Forbentals

Zur Geschichte des Forbentales sei noch erwähnt, dass im Bereich des Forben früher vier Häuser existierten. Unterhalb des Forbenhäusles stand früher ein Holzhaus aus dem Jahre 1654, in dem damals der sogenannte Forben-Leopold wohnte. Dann gab es noch ein Naturfreundehaus, welches im Jahre 1966 abbrannte. Ebenfalls dem Feuer zum Opfer fiel der Forbenhof im März 1968. Beide Gebäude wurden nicht mehr aufgebaut.

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