Soll die Vöhrenbacher Schule künftig wieder komplett im alten Schulhaus oder im umgebauten neuen Schulhaus untergebracht werden? Diese Frage beschäftigt aktuell viele Bürger in Vöhrenbach. Am kommenden Mittwoch, 13. November, findet um 18.30 Uhr in der Vöhrenbacher Festhalle eine Einwohnerversammlung statt, bei der das Thema Schulsanierung im Mittelpunkt des Interesses stehen dürfte. Daneben sind auch der Breitbandausbau und die Erschließung des Linachtales mit Abwasser, Wasser und Breitband ein Thema.

Gemeinderäte und Ex-Bürgermeister

Großen Anklang fand bei der Bevölkerung im Vorfeld der Einwohnerversammlung ein Informationsabend der Interessengemeinschaft altes Schulhaus im Gasthaus „Waldrast“. Die Gruppe um die ehemaligen Lehrerinnen Cornelia Bruder und Karin Willmann hatte dazu eingeladen, um ausführlich über ihre Vorstellungen zu informieren. Unter den rund 40 Besuchern waren auch einige aktuelle und ehemalige Gemeinderäte, aber auch Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Schneider und der ehemalige Hauptamtsleiter Edwin Gremminger.

Sofort als Schulhaus zur Verfügung

Die Interessengemeinschaft altes Schulhaus präsentiert dabei ihre Überlegungen, die für das alte Schulhaus sprechen. Die Situation stellt sich nach ihrer Einschätzung so dar: Das neue Schulhaus sei nicht ganz 50 Jahre alt, mehrfach teilsaniert und jetzt total sanierungsbedürftig, um als Schule weiter betrieben werden zu können. Das alte denkmalgeschützte Schulhaus sei ebenfalls teilsaniert, 100 Jahre alt und verfüge über eine „sehr guter Bausubstanz“. Mit wenig Aufwand, beispielsweise für den Brandschutz, stehe sie sofort als Schulhaus zur Verfügung.

Genügend Räume für 120 Schüler vorhanden

Nach der nicht rechtsgültigen Beschlussfassung des Gemeinderats vom Dezember 2018 soll das neue Schulhaus vollständig entkernt und umfangreich saniert werden und es soll eine neue Raumaufteilung entstehen. Das alte Schulhaus dagegen bietet bereits elf Räume in Klassenzimmergröße mit acht Nebenräumen. Genutzt werden die Räume zum Teil vom Gesangverein Concordia, vom Harmonikaverein und vom Stadtarchiv.

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Reserven sind ebenfalls vorhanden

Hinzu komme laut den Ausführungen noch das ungenutzte Dachgeschoss. Nach Einschätzung der beiden Initiatorinnen können die 120 Schüler der Grundschule, die Werkrealschule falle künftig weg, in sechs Klassen problemlos untergebracht werden. Auch für steigende Schülerzahlen wären noch genug Reserven vorhanden. Auch eine Mensa, die Hausaufgabenbetreuung und die Nachmittagsangebote der offenen Ganztagsschule würden nach ihrer Einschätzung problemlos Platz finden. Schließlich seien auch für das Lehrerzimmer, Rektorat und Ähnliches geeignete Räume vorhanden. Nicht zuletzt kostet die Sanierung des neuen Schulhauses 4,5 Millionen Euro, für das alte Haus seien nur 3,5 Millionen Euro veranschlagt.

Zwei Millionen Kosten für Stadt

Dabei sei zu bedenken, dass die von der Stadt immer wieder angeführten Zuschüsse nur einen Teil der Sanierung decken. Die Stadt Vöhrenbach und damit die Bürger müssen für das neue Schulhaus trotzdem noch mehr als zwei Millionen Euro aufbringen. Dagegen könne man auch für die Sanierung des alten Hauses noch einmal Zuschüsse beantragen. Nicht zuletzt wurde die Festhalle, die mit der alten Schule ein einheitliches Ensemble bildet, bereits saniert und könnte dieses sinnvoll und nachhaltig ergänzen, so die Interessengemeinschaft.

In der Aussprache, an der sich mehrere Teilnehmer beteiligten, wurde deutlich, dass die breite Mehrheit der Versammelten die Sanierung des alten Schulhauses bevorzugen würde.