Auf 200 Jahre kann die Stadtkapelle Vöhrenbach blicken. Mit dem Jahreskonzert in der Festhalle gab es nun das Auftaktsignal für ein fünftägiges Fest.

Viele Gäste konnte der Vorsitzende Ferdinand Möller beim Konzert begrüßen, darunter Vertreter der Freunde aus Morteau. Das Programm war geprägt von moderner, konzertanter Blasmusik mit solistischen Beiträgen. Eine Ausnahme war der traditionelle Marsch „Jubelklänge“ von Ernst Liebel, der schwungvoll interpretiert wurde und ein Trio mit abgerundetem Klangbild zu Gehör brachte.

Mit Satoshi Yagisawas Fanfare „Flight to the unknown world“ stiegen die 57 Musiker in das Programm ein. Bläser, Schlagwerk, schmetternde Trompeten und Tenorhornsolo boten festliche Impressionen, mitreißende Passagen, lyrisch-hymnische Momente und einen triumphalen Schluss. Ein expressives Tongemälde wurde mit „The Legend of Maracaibo“ geboten, eine abenteuerliche Geschichte um Liebe, Exotik, stürmischer See und Kampfaktionen, die sieghaft im Fortissimo endeten.

Danach ging es in die Disneys Traumwelt mit „Selections from Aladdin“. In mehreren Episoden wurden stimmungsvolle Klänge vermittelt und vor dem geistigen Ohr die Geschichte rund die Märchenfigur erzählt – plastisch vor allem die Elefanten-Szene. Mit „The Wizard of Oz“ blieb man bei verzaubernder Filmmusik, die mit „Over the rainbow“ Erinnerungen an Judy Garland weckte.

Alle Titel wurden durch Monika Schätzle informativ dokumentiert und Bernd Brugger hatte auch für den zweiten Teil mitreißende Musik ausgewählt. Der Dirigent führte die Kapelle gekonnt, gab präzise Einsätze und sorgte für passgenaue Wiedergaben. Das Publikum durfte musikalisch zufrieden sein und wurde ferner durch Fußballverein und Tennisclub kulinarisch versorgt.

Ein Altersdurchschnitt von 30 Jahren zeichnet die Stadtkapelle Vöhrenbach aus, im Bild die jungen Klarinettistinnen.
Ein Altersdurchschnitt von 30 Jahren zeichnet die Stadtkapelle Vöhrenbach aus, im Bild die jungen Klarinettistinnen.

Ein pittoreskes Bild wurde mit „Adventure“ von Markus Götz entworfen, eine heldenhafte Geschichte, die feurig endete. Legendenhaft ferner „Arround the world in 80 days“, das riesigen Beifall kassierte. Motive von Big Ben, Marseillaise oder asiatischer und amerikanischer Klangwelt kamen bestens an. Dann wieder zum Film: der 5. Satz aus der Symphony Nr. 1 (Lord of the Rings), um die Hobbits lebendig werden zu lassen. Der Mix aus Blasorchestermusik und Big-Band-Klängen war komplett – das Publikum war begeistert. „Let me entertain you“ als abwechslungsreiches Medley und der „Alte-Kameraden-Swing“ waren überraschende Zugaben, die total den Publikumsgeschmack trafen und wieder viel Applaus einbrachten.

Beste Wünsche zum neuen Jahr übermittelte Bürgermeister Robert Strumberger. Wo in großer Politik viel diskutiert werde, müsse auf Kommunalebene rasch entschieden werden. Zufrieden könne man mit der Villinger Straße und den Hochwassermaßnahmen sein. Breitbandverkabelung und aufgepepptes Schwimmi werden in Angriff genommen und als Glücksfall bezeichnete er den Hammereisenbacher Dorfladen. Lob gab es für Peter Römer, der mit seinen Bildern den Kinderspielplatz fördert.