Mit der Skateanlage ist Villingen-Schwenningen ein großer Wurf gelungen. Nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus anderen Kommunen des Kreises und darüber hinaus reisen meist jugendliche Skater an. Nur zwei wichtige Dinge wurden vergessen: eine WC-Anlage und ein Unterstand. Für Ersteres ist nun eine Lösung gefunden. Die Skater können bis auf Weiteres in die benachbarte Boulderanlage Blocwald ausweichen.

„Kein Problem, die Skater sind uns willkommen.“
Falko Gronmaier, Betriebsleiter

Dies wurde offiziell nun auch von der Stadtverwaltung bestätigt. „Gegen einen Obolus“ könnten sie in die Boulderanlage gehen, erklärt Sabine Braun, die zuständige Abteilungsleiterin vor dem Jugendhilfeausschuss. Das bestätigt auch Blocwald-Betriebsleiter Falko Gronmaier auf Anfrage: „Kein Problem, die Skater sind uns willkommen.“

Wildpinkeln ist teuer

Damit ist nun zumindest eine Lösung gefunden worden. Das Thema hatte in einer der vergangenen Sitzung zu einer größeren Diskussion geführt. Viele Jugendliche erleichtern sich an den Zäunen oder im Gebüsch, das allerdings ist in Villingen-Schwenningen nicht ganz billig: Wildpinkeln wird hier mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet.

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Hygienisch ist dies alles auch nicht, weshalb zuletzt von den Bündnisgrünen angefragt wurde, warum nicht das Jugendkulturzentrum für die Jugendlichen öffnen könne. Das ist aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, auch die Glonki-Gilde wollte ihren WC-Wagen zur Verfügung stellen.

Praxis wird fortgeführt

Nun springt also die Boulderanlage ein. Besser gesagt: Die Betriebsleitung führt eine Praxis fort, die dort schon länger angewendet wird. Wenn die Jugendlichen müssen, können sie auf die Toilette. Auch ein Unterstand fehlt bei den Skatern, an heißen Tagen treffen die Jugendlichen manchmal völlig überhitzt in der Boulderhalle ein. Gronmaier, der selbst hin und wieder auf dem Skate-Brett steht, hat da wenig Berührungsängste und lässt sie ein. Manchmal profitiert er sogar davon: Wenn Eltern der Skater, die ihren Nachwuchs an den Klosterhof fahren, davon erfahren, kommen sie mit jüngeren Geschwistern manchmal in die Boulderhalle, um die Zeit zu überbrücken.

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Das hat bisher aus Sicht Gronmaiers ganz gut geklappt, Probleme gab es eigentlich nur während des Lockdowns, als die Zahl der Hallennutzer genau reglementiert war. Für längere Zeit sollte die Nutzung der WC-Anlagen zwar nicht zementiert werden, aber derzeit sei es völlig in Ordnung.