Corona macht die Vesperkirchenaktion zunichte – das zweite Mal in Folge. Stattdessen gibt es die Aktion Vespertaschen für bedürftige Menschen an vier Samstagen. „Uns blutet das Herz. Aber letztlich haben wir angesichts der Omikron-Variante keine Perspektive“, bedauert Hummel die nun endgültige Absage.

Noch im Dezember haben die Verantwortlichen darüber beraten, die Vesperkirche, die von Mitte Januar bis Anfang Februar geplant war, auf Mitte März bis in den April hinein zu verlegen. Doch selbst das scheint angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen zu riskant.

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Auch das Angebot eines Unternehmers, die Vesperkirche für drei Wochen in eine dafür ausgelegte Veranstaltungshalle zu verlegen, kommt nach längerem Abwägen nicht infrage. „Wir haben uns über dieses Angebot wirklich sehr gefreut. Aber letztlich wäre es so gewesen, dass die Menschen mit großem Abstand zueinander dort gesessen hätten. „Damit wäre ein wesentlicher Teil der Vesperkirche, nämlich gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, verloren gegangen“, so Hofmann.

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Auch eine kurzfristige Organisation je nach Entwicklung der Situation oder eine Verlegung später ins Jahr sei aus logistischen Gründen nicht machbar. „Die Küche des St. Franziskusheims, die das Essen kocht, braucht Vorlauf für die Planung der Mitarbeiter und den Einkauf der Waren.“ Auch die ehrenamtlichen Helfer könne man nicht so kurzfristig akquirieren.

Konzentration auf Vespertaschen

Die Organisatoren setzen jetzt auf die Aktion Vespertaschen. An vier Samstagen, zwei waren bereits im Januar, zwei folgen im Februar, können bedürftige Personen oder Familien nach vorheriger Anmeldung sich eine prall gefüllte Lebensmitteltüte abholen oder auch liefern lassen. „Damit erreichen wir inzwischen 140 Haushalte. Darunter auch eine Klientel, die nicht mobil ist und die gar keine Möglichkeit hätte, in die Vesperkirche zu kommen.“.

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Die Vesperkirche ist eine von der evangelischen Kirchengemeinde initiierte Aktion, die von zahlreichen Sponsoren unterstützt wird, die mit Geld- oder Sachspenden oder logistischer Unterstützung dazu beitragen, dass bedürftige Menschen an vier Samstagen einen Lebensmitteleinkauf zur Verfügung gestellt bekommen.

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