VS-Tannheim – Endspurt: 50 000 Unterschriften sind das Ziel der Onlinepetition gegen den geplanten Truppenübungsplatz nahe der Nachsorgeklinik Tannheim (wir berichteten).

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Knapp 46 000 Unterschriften sind bereits eingesammelt. Ein großer Erfolg für die beiden Geschäftsführer Thomas Müller und Roland Wehrle auf dem Weg, den nur 2,2 Kilomter entfernten Übungsplatz zu verhindern, und Rückenwind für das politische Ringen.

Video: Fröhlich, Jens

Wie berichtet, plant die Bundeswehr in unmittelbarer Nähe der Nachsorgeklinik einen Standortübungsplatz. Diese Nachricht hatte die Klinik im Juli 2020 wie ein Blitz getroffen, da dieses Vorhaben die Rehabilitation von krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kindern und deren Familien sowie verwaisten Familien massiv beeinträchtigen oder sogar gefährden würde. Besonders heikel: Der Stall und die Koppel der hauseigenen Therapiepferde liegt genau in Richtung geplantem Truppenplatz in Sicht- und Hörweite.

Luft-Aufnahme von der winterlichen Landschaft rund um die Nachsorgeklinik in Tannheim. Mittig im Hintergrund ist das Waldstück zu sehen, wo der Truppenübungsplatz geplant ist, nur 2,2 Kilometer Luftlinie entfernt.
Luft-Aufnahme von der winterlichen Landschaft rund um die Nachsorgeklinik in Tannheim. Mittig im Hintergrund ist das Waldstück zu sehen, wo der Truppenübungsplatz geplant ist, nur 2,2 Kilometer Luftlinie entfernt. | Bild: Wilfried Dold

Sofort nach Bekanntgabe der Pläne startete Rosario Fuca, Mukoviszidosepatient aus Stuttgart, die Petition „Kein Übungsplatz der Bundeswehr in der Nähe der Nachsorgeklinik Tannheim“. Bis jetzt haben mehr als 45 630 Menschen die Petition auf der Plattform openPetition unterzeichnet. Dafür bedanken sich nun die Kinder der Einrichtung und alle Verantwortlichen mit einem Jubelbild.

Patientenkinder der Nachsorgeklinik Tannheim sagen „Danke“ für 45 630 Unterschriften und bitten um weitere Unterstützung. Das Ziel sind 50 000 Unterschriften. Bild: Roland Sigwart
Patientenkinder der Nachsorgeklinik Tannheim sagen „Danke“ für 45 630 Unterschriften und bitten um weitere Unterstützung. Das Ziel sind 50 000 Unterschriften. Bild: Roland Sigwart | Bild: Roland Sigwart

Seit Sommer nutzt die Nachsorgeklinik jede Möglichkeit sowie alle Verbindungen und Kontakte, um auf die prekäre Situation hinzuweisen.

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Ziel ist der Petitionsausschuss

Aber leider hat die Corona-Pandemie das ausgebremst und so konnte der im Dezember gemeinsam mit der Gemeinde Tannheim, weiteren Nachbargemeinden sowie der Stadt VS geplante Aktionstag gegen das Vorhaben nicht stattfinden. Es fehlen noch knapp 5000 Unterschriften unter der Petition, um sie an den Deutschen Bundestag weiterzureichen und somit eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss zu erzielen. Zuversichtlich stimmt die Geschäftsführer, dass die Unterstützerliste deutschlandweit aufgestellt sei und bereits sich viele Politiker und Verbände gegen die Pläne ausgesprochen hätten.

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