Obwohl nur drei Tagesordnungspunkte die Agenda der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Tannheim zierten, konnten die Räte doch bei einem wichtigen Punkt mit einem deutlichen Erkenntnisgewinn nach Hause gehen. Neben der Zustimmung zur geänderten Abwassersatzung war durch die Anwesenheit von Markus Megerle der hochkarätige Vertreter der gesamtstädtischen Feuerwehr schlechthin anwesend.

Für die Bürger wird‘s günstiger

Erfreut konnte Ortsvorsteherin Anja Keller zunächst die Senkung der Abwassergebühren verkünden. Ab dem kommenden Jahr sind nur noch 1,69 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und 0,47 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche zu berappen. Kleinkläranlagenbesitzer werden mit 42,25 Euro pro Kubikmeter zur Kasse gebeten.

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Feuerwehrkommandant Megerle informierte den Rat danach über das Projekt Gesamtkonzeption Feuerwehr Villingen-Schwenningen. Bislang fehlte eine konkrete Bedarfsplanung, was sich nun ändern wird. Bereits 1998 habe das Innenministerium Baden-Württemberg für alle Feuerwehren des Landes einen Bedarfsplan gefordert, um anstehende Investitionen in geordnete Bahnen zu lenken. Der für VS im Jahr 2010 erstellte Plan wurde seinerzeit gekippt und im Jahr 2019 erneut auf den Weg gebracht.

Ein Plan für die Gesamtwehr

Der Freiburger Feuerwehrhauptkommandant Ralf Hohloch und der Arbeitspychologe Henning Bilhuber haben den „Perspektiv- und Entwicklungsplan Gefahrenabwehr 2030“ zusammen mit den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten der Doppelstadt auf den Weg gebracht. Mit diesem Plan sollen Konzepte sowohl für Beschaffungen, die Öffentlichkeitsarbeit als auch Ausbildungskonzepte und die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten erarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt werden. Nach Erstellung der Gesamtkonzeption wird dann auch über die Beschaffung eines neuen Feuerwehrautos für Tannheim sowie über den dafür notwendige Umbau des Feuerwehrhauses entschieden werden. Die unmittelbar anstehende Neugestaltung der Umkleidemöglichkeiten im bestehenden Feuerwehrhaus bleibt davon allerdings unberührt.

Tablets für den Gemeinderat

Um fürderhin Sitzungsunterlagen in Papierform einzusparen, entschloss sich der Rat für die Anschaffung von Tablets für jedes Ratsmitglied. Um die Nutzung sicherzustellen, soll im Rathaus und in der Festhalle eine W-LAN-Infrastruktur geschaffen werden.