Singen in der Chorgemeinschaft ist auch nach einem Jahr Corona-Pandemie für den Kirchenchor Pfaffenweiler nicht möglich. Keine Proben, keine Auftritte, lediglich die Gottesdienste in Ensembles gesanglich zu begleiten ist derzeit möglich.

Abstände auf der Empore Pflicht

Aufgrund der Größe der Empore in der Kirche Pfaffenweiler könne der Chor, um die Abstände einzuhalten, mit maximal fünf Sängern am Gottesdienst mitwirken, so Bettina Briegel, Vorsitzende des Kirchenchores. Proben dafür seien, bis auf ein kurzes Einsingen vor dem Gottesdienst, nicht gestattet.

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„Unser Auftrag, große Festgottesdienste zu gestalten, hat sich somit hin zum Gemeindegesang, um den Alltagsgottesdienst mitzutragen, verschoben“, sagt Briegel. So auch im Gottesdienst am Palmsonntag, den fünf Chormitglieder und Organist Christian Borgert mit Liedern aus dem Gotteslob einen schönen Rahmen zum Einstieg in die Karwoche gaben. „Es ist eine neue Erfahrung für uns, die wir gerne tragen“, sagt Briegel.

Soziale Medien bewahren Kontakte

Kontakt zu den Mitgliedern hält der Chor, wo es technisch möglich ist, über die sozialen Medien, man tauscht Bilder aus und sendet Geburtstagswünsche. Ein Videomeeting habe auch schon stattgefunden, und der Kontakt sei nach wie vor noch ganz gut. Durch den hohen Altersdurchschnitt sei zu erkennen, dass gerade die älteren Mitglieder auf sich achteten, Kontakte vermieden und vorsichtig agierten.

Harter Verzicht

Die rege Chorgemeinschaft ist nicht nur durch ihren Kirchengesang sehr geschätzt, sondern bietet auch ein buntes Repertoire an weltlichen Liedern. Auf das jährliche Highlight mit dem Jahreskonzert zu verzichten trifft den Kirchchor hart. „Für uns als Chorgemeinschaft, unabhängig vom Kirchenauftrag, fehlt das Proben auf ein Ziel hin, bei dem wir uns gesanglich mal austoben können“, bedauert Briegel.

Es bleibt für den Chor nur abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. „Für uns ist es erstmal wichtig, dass wir wieder gemeinsam proben können“, hofft Briegel.