Im Sommer 2017 waren im Rahmen der üblichen Trinkwasserkontrollen an fünf von 18 Messstellen in Villingen-Schwenningen coliforme Bakterien entdeckt worden. Ein Jahr später trat das Problem erneut auf, 2019 folgte der dritte Vorfall dieser Art. Damals hatten Experten deutlich erhöhte Werte festgestellt. Die Folge: Die Bürger mussten Wasser vor der Nutzung abkochen, die Stadtwerke hatten mit der Chlorung des Trinkwassers reagiert. Seit dem ersten Vorfall war die Stadt auf der Suche nach der Ursache der Verunreinigung. Nun scheint sie sie endlich gefunden zu haben.

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Bei der Ursachensuche hatten die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) eigenen Angaben zufolge eine großangelegte Spülung in den betroffenen Gebieten im Norden Schwenningens durchgeführt. Außerdem seien in Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe mehr als 100 Messpunkte zwischen der Römerstraße und der Schopfelenstraße in Schwenningen beprobt und analysiert worden.

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Das Ergebnis der Proben laut SVS: Im Gebiet der Eckener Straße in Schwenningen wurden „äußerst geringe Anzeichen“ gefunden, die darauf hinweisen könnten, dass die Ursache für das Auftreten der coliformen Keime dort liege. Aktuell seien keine Keimbelastungen in diesem Bereich nachzuweisen, eine gesundheitliche Gefährdung sei daher ausgeschlossen.

Austausch der Wasserleitungen

Dennoch werden die Wasserleitungen dort in den kommenden Monaten vollständig ausgetauscht. Die betroffenen Haushalte seien vom Kreisgesundheitsamts und den Stadtwerken Villingen-Schwenningen über die Maßnahmen bereits informiert worden. Demnach werden auf einer Länge von mehr als 200 Metern die Trasse des Trinkwassernetzte freigelegt, ausgebaut und im letztlich Schritt durch eine neue Hauptleitung ersetzt.

Bild: Matthias Jundt

Im ersten Schritt werden laut Stadtwerken alle betroffenen Haushalte ab dem 24. August mit Trinkwasser versorgt. Die Baumaßnahmen beginnen ab dem 7. September, sie sollen bis November andauern.