Davor graut es Autofahrern und Fahrgästen von Bussen, aber auch Radlern. Schlaglochpisten in Villingen-Schwenningen. Jetzt hat die Stadtverwaltung im Technischen Ausschuss das künftige Straßenmanagement vorgestellt. Ziel ist es, auf Schäden noch schneller reagieren zu können.

Nutzungsdauer erhöhen

Durch Erhaltungsmaßnahmen zum optimalen Zeitpunkt könne die Nutzungsdauer einer Straße um bis zu 40 Prozent erhöht werden, berichtet Silvie Lamla, Leiterin des Grünflächen- und Tiefbauamts den Stadträten. Soweit so gut.

Doch was bedeutet das konkret? Aktuell stehen für Sanierungsmaßnahmen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld wird unter anderem schnell eine Straße ausgebessert, indem Asphalt in Kaltbauweise (DSK-Verfahren) aufgetragen wird. Da wurde auch schon viel erreicht.

Die Summe möchte der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Andreas Flöß, nun von zwei auf vier Millionen Euro erhöhen lassen. Das Geld soll nun in den nächsten Doppelhaushalt 2023/24 eingestellt werden.

Doch kann die Stadt überhaupt so viel verbauen? Das werde man prüfen und natürlich nur so viel beantragen, wie auch umgesetzt werden könne, sagt Lamla.

Hochbrücke mit Sorge betrachtet

Wie es mit der großen Stadtbrücke zur Vockenhauser Straße weitergeht, wird demnächst entschieden. Aus dem Fahrbahnbelag tritt Wasser aus.
Wie es mit der großen Stadtbrücke zur Vockenhauser Straße weitergeht, wird demnächst entschieden. Aus dem Fahrbahnbelag tritt Wasser aus. | Bild: Hauser, Gerhard

Rund 470 Kilometer Straßen müssen in Villingen-Schwenningen unterhalten werden. Das ist ganz schön viel. Hinzukommen Brücken. Auf eine machte Steffen Ettwein (Freie Wähler) aufmerksam. An der Hochbrücke zur Vockenhauser Straße müsse dringend etwas gemacht werden, bevor es zu spät ist. Er wolle nun „seine Sorge äußern“. Dort trete Wasser aus. So solle geprüft werden, ob in diesem Bereich ebenfalls das DSK-Verfahren angewandt werden könne.

Es werde demnächst eine Vorlage geben, wie es mit der Brücke weitergehe, verspricht Bürgermeister Detlev Bührer. Der Zustand des Bauwerks sei analysiert worden, Ergebnisse lägen noch keine vor. Nur so viel: Mit den Brücken allgemein liege man gut im Zeitplan.