Beim Projekt Richthofen Park auf dem ehemaligen Lyautey-Areal geht es voran. Doch längst nicht so, wie es sich Uwe Birk vorstellt. Er ist Vorstand der Deutschen Bauwert (DBA), die das Projekt realisiert. Bei einem Vor-Ort-Termin ging es jetzt eigentlich darum, dem Gemeinderat den Baufortschritt des Projektes vorzustellen. Doch das beherrschende Thema waren die Probleme, die das Landesamt für Denkmalpflege dem Bauträger derzeit beschert.

Uwe Birk (zweiter von rechts) mit Mitgliedern des Gemeinderats und Oberbürgermeister Jürgen Roth in einem der denkmalgeschützten Gebäude, die saniert werden sollen.
Uwe Birk (zweiter von rechts) mit Mitgliedern des Gemeinderats und Oberbürgermeister Jürgen Roth in einem der denkmalgeschützten Gebäude, die saniert werden sollen. | Bild: Jennifer Moog

Auf dem Gelände sollen 348 Wohnungen in zwölf Gebäuden entstehen. Geplant ist unter anderem, aus den ehemaligen Kasernengebäuden an der Kirnacher Straße Wohngebäude zu schaffen und eine sich auf dem Areal befindliche ehemalige Reithalle für eine gewerbliche Nutzung umzubauen. Die Arbeiten für die Tiefgarage, die auf dem Areal künftig für 304 Stellplätze sorgen soll, haben bereits begonnen. Dennoch stockt die Planung für die denkmalgeschützten Häuser.

Der Plan für den „Richthofen Park“ in Villingen. Für die Gebäude vier, sieben, acht, zehn und elf, fehlt derzeit noch die Baugenehmigung.
Der Plan für den „Richthofen Park“ in Villingen. Für die Gebäude vier, sieben, acht, zehn und elf, fehlt derzeit noch die Baugenehmigung. | Bild: Dba

So fordert das Amt beispielsweise, dass die Decke der ehemaligen Reithalle erhalten bleibt. Diese entspricht aber nicht dem erforderlichen Brand- und Schallschutz. Die Folge: Die DBA ist derzeit ratlos, was aus dem Gebäude entstehen kann.

Um zumindest bei den Wohngebäuden einen Schritt weiter zu kommen, habe die DBA dem Denkmalamt bereits Zugeständnisse gemacht und will beispielsweise Fliesen in den Eingangsbereichen sowie den Uhrenturm auf dem ehemaligen Casino erhalten. „Zu einem Kompromiss gehört es aber doch dazu, dass beide Seiten Zugeständnisse machen“, sagt Birk. Vom Denkmalamt kämen aber nur Absagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Viele Wohnungen bereits verkauft

Doch Birk hat auch Erfreuliches zu berichten. Denn auch die Arbeiten für vier sogenannte City Cubes, moderne Neubauten, haben bereits begonnen. Die 80 Wohneinheiten darin seien bereits verkauft. Das gilt auch für alle 135 Wohnungen der Stadtvillen, ebenfalls als geplant Neubauten. Der Verkauf der Stadtresidenzen hat erst begonnen, die meisten Käufer stehen aber schon fest, so Birk. Mit dem Bau des Stadthauses für geförderten Wohnungsbau mit 19 Wohnungen soll es auch bald losgehen.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €