Um den Gedanken, ein friedvolles Miteinander unterschiedlicher Glaubensrichtungen weiterzutragen, haben die Religionsgemeinschaften in Villingen am 4. Oktober 2016 nicht nur eine gemeinsame Friedenserklärung unterzeichnet, sondern in den Ringanlagen bei der Benediktinerkirche zusätzlich eine Friedenslinde gepflanzt. Die Linde gilt als Symbol für Frieden und Verständigung.

Wie die Lindenbäumchen, die der Arbeitskreis Christlicher Kirchen Villingen am Samstag verteilt haben, soll der Frieden zwischen den Religionen wachsen.Bild: Roland Dürrhammer
Wie die Lindenbäumchen, die der Arbeitskreis Christlicher Kirchen Villingen am Samstag verteilt haben, soll der Frieden zwischen den Religionen wachsen.Bild: Roland Dürrhammer

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Villingen (ACK) hat am Samstag im Rahmen der interkulturellen Wochen in der Fußgängerzone Lindenbäumchen verteilt, damit der Frieden zwischen den Menschen wächst, wie die kleinen Setzlinge. „Für heute müsste man die Bickenstraße in Lindenstraße umbenennen“, sagt Willi Gut, ehemaliger ACK-Vorsitzender. Seit die Linde 2016 gepflanzt wurde, wuchs auch die Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften in der Stadt. „Durch die interkulturellen Dialoge ist die Zusammenarbeit und das Vertrauen untereinander in den letzten Jahren gewachsen“, sagt Eva Willkomm von der Johannesgemeinde Villingen. Man freue sich, einander zu treffen und sich auszutauschen. „Es ist schön, wenn man hört, was in den anderen Gemeinden los ist und merkt, dass uns vieles verbindet“, sagt Brunhilde Diel-Hourani von der muslimischen Gemeinschaft. Man habe zwar andere Rituale, aber alle glauben an einen Gott.

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Der Regen am Samstag tat den jungen Lindenbäumchen gut und nach und nach konnte auch das eine oder andere an die Bürgerinnen und Bürger ausgegeben werden. Gegen 14 Uhr waren dann fast alle der 100 Bäumchen verteilt. Den Abschluss der Veranstaltung bildete um 16 Uhr eine Schweigeminute für den Frieden an der Friedenslinde hinter der Benediktinerkirche, um das Miteinander der Religionen zu stärken und den Friedensgedanke in die Öffentlichkeit der Stadt zu tragen. Den Text der Friedenserklärung kann unter www.ack-vs.de/friede nachgelesen werden.

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