Endlich Pfingstferien, endlich raus aus wochenlangem „Home-Schooling“ und Kontaktbeschränkungen. Doch was machen Familien aus Villingen-Schwenningen, solange die Grenzen noch geschlossen sind? Hier eine Umfrage unter betroffenen Familien.

Mareike Schaumann
Mareike Schaumann

Mareike Schaumann aus Villingen: „Für Pfingsten hatten wir geplant, Freunde zu besuchen und freuen uns, dass das voraussichtlich auch klappt. Andernfalls hätten wir wahrscheinlich Tagesausflüge an den Bodensee oder in den Schwarzwald unternommen. Bei uns hat sich das Home-Schooling auch durch die Osterferien gezogen, da wir mit den Aufgaben der Wochenplänen leicht hinterher gehinkt sind. Seit Anfang Mai können wir für unsere Kleine die Notgruppenbetreuung nutzen, was vieles vereinfacht. Mein Mann und ich wechseln nämlich aktuell zwischen Homeoffice und Arbeitsstelle.“

Beatrix Pfundstein.
Beatrix Pfundstein.

Beatrix Pfundstein aus Brigachtal: „Wir hatten für die Pfingstferien noch keine konkreten Pläne, wollten aber einen kleinen Ausflug an den Comer See machen. Da Norditalien jedoch von der Corona-Krise hart getroffen wurde und wir zum Glück auch noch nichts gebucht hatten, muss die Reise nun ausfallen. Stattdessen werden wir die freie Zeit im heimischen Garten verbringen, den wir in den letzten Wochen auf Vordermann gebracht haben. Eventuell machen wir auch Tageswanderungen in der Wutachschlucht. Home-Schooling, das Unterrichten zuhause, war bei uns kaum ein Thema, da unsere Kinder sich mit den virtuellen Schulungsmöglichkeiten gut auskennen. Nur bei der Beibehaltung einer Tagesstruktur konnten wir Eltern behilflich sein, sodass nicht jeden Tag bis in die Puppen ausgeschlafen wurde. Unsere beiden Jungs freuen sich somit auch aus diesem Grund auf die Pfingstferien und weil sie nun für zwei Wochen keine Abgabefristen von Aufgaben einhalten müssen.“

Angelina Vosseler.
Angelina Vosseler.

Angelina Vosseler aus Villingen: „Wir hatten in den Pfingstferien zum Glück nichts geplant. Ich habe einen eigenen Friseursalon und bin froh, dass ich diesen nach so langer Zeit wieder öffnen durfte. Dort bin ich momentan mit Terminen voll ausgelastet. An den Feiertagen werden wir mit den Kindern in einen Erlebnispark gehen und im Brigachtal eine Alpaka-Wanderung machen. Meine Kinder gehen noch in den Kindergarten. Dort dürfen sie nun nach zwölf langen Wochen wieder hin. Mein Lebensgefährte hat während Corona normal im Büro gearbeitet und ich habe die Kinder sowieso immer bei mir mit im Salon, der bei uns im Haus ist. Tatsächlich hoffen wir, dass sowohl unsere Hochzeit als auch unsere geplante Hochzeitsreise als Familie im Juli stattfinden kann.“

Christine Rothmund.
Christine Rothmund.

Christine Rothmund, VS-Marbach: Wir werden die Zeit im eigenen Garten, bei Spaziergängen mit dem Hund und mit Besuch bei und von Freunden verbringen. Eventuell machen wir eine Tageswanderung auf speziellen Wanderwegen im Schwarzwald, die auch für Kinder etwas bieten. In den letzten Wochen war die größte Herausforderung für uns beim Home-Schooling die technische Machbarkeit. Beide Kinder benötigten einen eigenen Computer und die entsprechenden Programme mussten erst einmal zum Laufen gebracht werden. Da wir alle Kontaktbeschränkungen auch für die Kinder konsequent umgesetzt haben, freuen wir uns alle nun, auch mal wieder unsere Freunde zu sehen und einfach raus zu kommen. Aber alles mit Sinn und Verstand. Für die Sommerferien haben wir bereits Camping in Holland eingeplant.“

Nico Makowe.
Nico Makowe.

Nico Makowe, Pfaffenweiler: „Normalerweise würden wir jetzt am Strand von Sizilien entspannen und die Verwandten meiner Frau besuchen. Allerdings wurde uns von der Fluggesellschaft im Zuge der Grenzschließungen und Reiseverbote der Flug storniert. Das Ferienhaus auf Sizilien wurde uns sogar bereits Ende Januar von der italienischen Vermieterin storniert. Nun werden wir stattdessen zum Geburtstag unserer Tochter diese Woche einen Ausflug ins Ravensburger Spieleland unternehmen und sonst spontane Aktivitäten planen. Das Home-Schooling hat uns sehr beansprucht, da wir weder Lehrer sind noch einen eigenen Computer für unsere Tochter bereitstellen konnten. Meine Frau und ich haben mehrheitlich normal gearbeitet oder waren nur eine gewisse Zeit freigestellt. Wir freuen uns jetzt auf ein paar Tage weniger Druck und arbeiten an unserem neuen Haus in Pfaffenweiler.“

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