In Corona-Notzeiten erfährt der Villinger Freundeskreis Oradea Hilfe aus St. Georgen: ebm-papst stellt auf seinen Transportern Ladefläche für Hilfstransporte nach Rumänien zur Verfügung.

Hilfsgüter werden bei ebm-papst Oradea in Rumänien an die Caritas vor Ort übergeben.
Hilfsgüter werden bei ebm-papst Oradea in Rumänien an die Caritas vor Ort übergeben. | Bild: EBM Papst St. Georgen

Das Projekt begann vor rund einem Jahr mit einer Idee des ebm-papst-Mitarbeiters Henning Stemler, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Seit gut zwei Jahren betreibt die Firma aus St. Georgen ein Produktionswerk in Oradea mit rund 300 Mitarbeitern. Zwischen dem rumänischen und dem deutschen Standort besteht ein regelmäßiger Warentransport. Hier kommt es immer wieder vor, dass Lastwagen über freie Transportkapazitäten verfügen.

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Über einen SÜDKURIER-Artikel wurde Stemler auf den Verein „Freundeskreis Oradea“ in Villingen-Schwenningen aufmerksam, der 1991 gegründet wurde und seit 1995 durch die mittlerweile 86-jährige Irmgard Rösch betrieben wird. Als größter Hilfsgüterverein für Osteuropa in Baden-Württemberg sammelt und transportiert der Verein Spenden für Krankenhäuser, Universitäten, Kinder- und Altenheime in Oradea. „Immer wieder sind auf unseren Lastwagen freie Ladeflächen. Die Idee, dem Freundeskreis Oradea diese Flächen kostenlos zur Verfügung zu stellen, war daher naheliegend“, betont Henning Stemler, der bei ebm-papst in St. Georgen für das Supply-Chain-Management verantwortlich ist.

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ebm-papst unterstützt den Verein jetzt mit vorgedruckten Lieferpapieren und Palettenanhängern. Das Logistikunternehmen DB Schenker stellt in seiner Halle in Villingen eine Lagerfläche für bis zu 15 Paletten kostenfrei zur Verfügung, dort können die Spenden gelagert werden, bis sie dann auf die noch freien Stellplätze verladen werden. Im Produktionswerk in Oradea werden die Paletten von der Caritas Oradea abgeholt.

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In Zeiten von Corona kommt auf den Freundeskreis Oradea eine zusätzliche Herausforderung zu. Seit Ende März dürfen keine Hilfstransporte mehr nach Rumänien einfahren, um den Kontakt zwischen den Ländern so gering wie möglich zu halten. „Gerade in dieser Zeit ist die Unterstützung durch ebm-papst umso wichtiger. Über den Werksverkehr nach Oradea werden in diesen Zeiten auch Lebensmittel, Kleidung und Bettwäsche transportiert. Alles, was auf Paletten passt und am dringendsten benötigt wird“, freut sich Irmgard Rösch über die Zusammenarbeit mit dem St. Georgener Unternehmen. Auch die Caritas Oradea ist überaus dankbar ist, dass sie in dieser Notsituation Hilfe erhält, heißt es in der Pressemitteilung.