Oberbürgermeister Jürgen Roth fürchtet um die Landeszuschüsse für den Breitbandausbau. Dies erklärte er in einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei. Roth bedankte sich bei Frei für die Unterstützung von Bund und Land bezüglich des Ausgleichs der Gewerbesteuerausfälle der Kommunen. Dennoch bleibe die Haushaltslage der Doppelstadt mehr als schwierig. Angesichts der hohen Zuschüsse von 50 Prozent seitens des Bundes für den Breitbandausbau – fast 40 Millionen Euro in diesem Jahr – befürchte Roth nun eine Zurückhaltung beim Land, das bislang 40 Prozent der Investitionen der Kommunen trage. Diese Ko-Finanzierung sei jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Ausbaustrategie der Stadt Villingen-Schwenningen. Das Land müsse in der jetzigen Situation sparen, wolle aber auch noch Regionen mit Festzusagen von Mitteln fördern, die erst jetzt mit dem Ausbau beginnen. Thorsten Frei betonte, dass solche Überlegungen Gift wären für die ländliche Region: „Nicht wenige Kommunen könnten sich dann den Ausbau angesichts der Aufgabenvielfalt nicht mehr leisten. Das wäre fatal für die Digitalisierung des ländlichen Raums.“

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