Konfrontiert sehen sich die Sportvereine in Villingen-Schwenningen aktuell nicht nur mit steigenden Hallengebühren. Sie werden auch mit den von der Stadt beschlossenen Energiesparmaßnahmen in den Turn- und Sporthallen aufgrund der deutschlandweiten Gasmangellage konfrontiert.

„Jeder von uns hat Verständnis, dass gespart werden muss“, kommentiert der Sportverbands-Vorsitzende Daniel Fleig diese vom Gemeinderat beschlossen Maßnahmen aus Sicht der betroffenen Sportvereine in der Doppelstadt. Die Vereine hätten auch Verständnis, dass die Hallen in den Schulferien geschlossen werden, betont er.

Zu den kritischen Punkten zählen aber für die Nutzer die Absenkung der Raumtemperaturen in den Hallen auf 17 Grad und die Abstellung der warmen Duschen. ‚“Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist“, erklärte der Sportsverbandsvorsitzende gegenüber dem SÜDKDURIER: Die Vereine seien sich einig, so Fleig, dass die Stadt mit den 17 Grad „übers Ziel hinausgeschossen“ sei. „Da hätte man eine Zwischenlösung finden können“, findet Fleig. Soll heißen: Etwas wärmer dürfte es schon sein.

Bei den kalten Duschen wies er auf die Gefahr von Legionellenbildungen und eingefrorener Wasserleitungen hin.

Gastmannschaften duschen lassen

Sichergestellt werden müsse seitens der Stadt auch, so fordert Fleig, dass bei Verbandsspielen etwa der Volleyballer oder Basketballer in den großen Sporthallen die Mannschaften hinterher warm duschen können. Es könne nicht sein, dass man die Gästemannschaften nach intensiven Wettkämpfen ungeduscht nach Hause schicken müsse.

In der Steppachhalle fällt die Heizung aus

Erste Erfahrungen mit einer kalten Sporthalle haben bereits die Nutzer der Steppachturnhalle in Villingen. Dort ist vor und zwei Wochen die Heizung mit einem Defekt ausgefallen. Die Halle ist kalt, die Duschen ebenso. Der Ausfall trifft mehrere Sportvereine in den Nachmittag- und Abendstunden, aber auch den Sportunterricht der Steppach- und der Bertholdschule.

Die Steppach-Turnhalle in Villingen ist seit rund zwei Wochen ohne Heizung. Der Sportunterricht findet dennoch statt.
Die Steppach-Turnhalle in Villingen ist seit rund zwei Wochen ohne Heizung. Der Sportunterricht findet dennoch statt. | Bild: Oxana Brunner

„Wir haben die Eltern informiert“, berichtet Elisabeth Opel, die Rektorin der Steppachschule, „und sie gebeten, dass die Kinder für den Sportunterricht dickere Jogginghosen und dickere T-Shirts anziehen.“

Festgestellt hat die Schulleiterin, dass der Sportunterricht mit den Grundschülern trotz defekter Heizung gut funktioniert. „Mit den Kleinen ist das kein Problem“, berichtet sie. „Die frieren nicht, weil sie immer wild durch die Gegend rennen.“ Außerdem nutzen die Kinder im Grundschulalter auch die Duschen nicht.

Nach Informationen der Rektorin wartet die Stadt noch auf ein Ersatzteil, eine Sonderanfertigung, die offenbar eine längere Lieferzeit hat. „Wir rechnen damit, dass die Heizung nach Weihnachten wieder läuft“, sagt Elisabeth Opel.

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