Kommenden Mittwoch beginnt in der Schwenninger Marktstraße eine neue Ära, wenn das Modehaus Zinser dort eröffnet, wo in den 66 Jahren davor das Modehaus Götz ansässig war. Nach dreimonatiger Umbau- und Schließzeit wird das imposante Gebäude auf künftig neun – bisher waren es acht – Etagen und 4800 Quadratmetern Mode für Frauen und Männer in allen Preissegmenten anbieten.

Nach Stilen eingeteilt

Vielerorts entstehen neue Einkaufszentren in der Fläche – wie schwierig gestaltet es sich, neun Etagen Leben einzuhauchen? „Wir haben die Stockwerke bewusst nach Stilen und Themen eingeteilt“, sagt Thomas Caster. In jeder Etage lasse sich etwas Neues entdecken.

In VS nicht fremd

Der Geschäftsführer des neuen Zinser-Standorts Schwenningen ist mit seiner Familie vor Kurzem in die Neckarstadt gezogen, um direkt bei seinem Team zu sein. Zuvor verantwortete er das Zinser-Haus in Lahr. VS ist ihm nicht fremd: Er leitete einst in Villingen das Modegeschäft K & L Ruppert, das 2017 schloss.

Die meisten Puppen auf der 4800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sind schon eingekleidet.
Die meisten Puppen auf der 4800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sind schon eingekleidet. | Bild: Nathalie Göbel

55 Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen Zinser in Schwenningen. Mode hat in dem Gebäude Tradition: Einst befand sich hier das Modehaus Hettlage, nach dessen Insolvenz 1994 zog das Modehaus Götz ein, das ab 1995 von Rudi Götz geleitet wurde. Rund 90 Prozent der Mitarbeiter habe man von Götz übernommen, sagt Thomas Caster, hinzu kamen Neueinstellungen.

Wunsch-Standort

Den Standort habe man sehr bewusst gewählt. „Schwenningen war schon immer ein Wunsch-Standort“, so der Geschäftsführer. Es sei logistisch gut zu erreichen und schließe die Lücke zwischen den Standorten Singen und Tübingen, wo sich auch der Unternehmenssitz befindet.

Großer Einzugsbereich

In Baden-Württemberg betreibt Zinser bislang sieben Standorte, Schwenningen wird der achte. Schwenningen könnte dabei womöglich derjenige mit dem größten Einzugsgebiet werden, prognostiziert Marketingleiterin Tina Neu. Den guten Ruf des Modehauses Götz über die Region hinaus wolle man weiterführen und -ausbauen.

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Erklärtes Ziel sei es, zur Attraktivität der Innenstadt beizutragen. Deshalb hoffe er auch, dass das gegenüber auf dem Rössle-Areal geplante Einkaufszentrum bald kommen werde und der Muslenplatz saniert werde. Wichtig sei, die Verweildauer der Kunden in der Stadt zu erhöhen.

Nachhaltige Mode

Überhaupt die Kunden: Das Modehaus Götz habe eine hohe Stammkundenzahl, für die man weiterhin da sein wolle. Die Zielgruppe definiert das Unternehmen ab etwa 14 Jahren. Bewusst biete man keine Kindermode an, weil man nicht „von allem ein bisschen“ abdecken wolle. Das bisherige Markenportfolio wurde erhalten und ergänzt. Neu sind einige junge Marken, teils sogar Start-Ups, die sich auf nachhaltige und faire Produktion spezialisiert haben – was von den Kunden zunehmend stark nachgefragt werde.

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