Die Vergabe der Kitaplätze in Villingen-Schwenningen hat in diesem Jahr länger gedauert, als üblich. Der Grund: natürlich Corona. Nun aber ist die Auswertung abgeschlossen, die Zahlen sind da.

Demnach wurden 942 Plätze vergeben, von denen 835 Kindertagesstätten zugerechnet werden. 316 von diesen Plätzen wurden an unter 3-Jährige vergeben, 510 an über 3-Jährige und neun Plätze gingen an Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, die im heilpädagogishen Hort in der städtischen Kita Schwalbenhaar und dem Hort der SWO-Möglingshöhe untergerbracht sind.

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Von den 107 Plätzen der Kindertagesbetreuung entfallen 98 auf unter 3-Jährige, fünf auf über 3-Jährige und vier Plätze an Kinder zwischen sechs und 14 Jahren.

Bild: Müller, Cornelia

Wie viele Kinder und Eltern leer ausgegangen sind, wird regelmäßig mithilfe der Bedarfsplanung Kindertagesbetreuung berechnet. Aktuell fehlen demnach in der Doppelstadt 423 Plätze. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern – und zwar positiv. Demnach fehlen laut den Planung 2021 noch 310 Plätze, 2022 noch 169 und im Jahr danach 106 Kindergartenplätze. Anschließend, so die bisherigen Berechnungen, steigt der Bedarf wieder (sieht Grafik). Die Stadtverwaltung merkt auf Anfrage an, dass es sich bei der Bedarfsplanung um statistische Hochrechnungen und somit Annhamen handelt, die auf dem mittleren Szenario der Bevölkerungsvorausrechnung und weiteren Faktoren beruhen.

Corona-Verzögerungen

In die jetzige Planung mit eingerechnet, sind auch neue Projekte, die bis 2029 mehr Plätze im U3- und Ü3-Bereich schaffen sollen. „Aufgrund von Corona gibt es jetzt schon Verzögerungen in der Umsetzung beziehungsweise weitere politische Beschlüsse durch den Gemeinderat“, sagt Madeln Falke von der Pressestelle. Die nächste Bedarfsplanung ist für den Sommer 2021 geplant.

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Durch die jährliche sichergestellte Fortschreibung der Bedarfsplanung durch die Sozialraumplanerin werden die Angaben ( Sachstand der Projekte) regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Die nächste Bedarfsplanung ist für Sommer 2021 geplant.

Aktuell versucht die Stadt mit dem Erweiterungsbau Schwarzwald-Baar-Klinikum, der Erweiterung der Kita Deutenberg, der Erweiterung der Kita Ziegelbach und der Kita Jungshans-Villa, bei der der mögliche Start im ersten Halbjahr 2021 liegt, den Kitaplatzbedarf zu verringern. 2022 oder 2023 ist laut Stadtverwaltung außerdem die Kita Helene Mauthe mit der Außenstelle Eschelen geplant.

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„Parallel laufen aktuell Qualifizierungskurse in der Kindertagespflege – mittlerweile gibt es drei Kurse pro Jahr – über die Volkshochschule. Auch hier sind weitere 13 Plätze im U3-Bereich neu geschaffen worden“, sagt Falke weiter. Zu den anderen Projekten, die in der Bedarfsplanung Kindertagesbetreuung 2020 weiter aufgeführt sind, werden Sachstandsberichte in den politischen Gremien folgen.

Wartezeit aktuell

Wie lange Eltern und Erziehungsberechtigte derzeit auf einen Kitaplatz für deren Kinder warten müssen, sei ganz unterschiedlich. Falke: „Eine unterjährige Platzvergabe ist nur dann möglich, wenn es Veränderungen durch Umzüge, Wegzüge in den jeweiligen Kitas gibt.“

Freie Plätze werden generell von der Vergabestelle in Anlehnung an die Aufnahmekriterien und die Bedarfe der Familien neu belegt. Die nächste reguläre Platzvergabe findet im zweitenQuartal 2021 statt. Die Kinder werden dann ab dem Herbst 2021 aufgenommen.

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