Aufatmen bei den Kaminofenbesitzern in den vier Villingen-Schwenninger Wohngebieten Hammerhalde, Kopsbühl, Deutenberg und Wöschhalde. Sie können hoffen, dass künftig Stückholz in ihren Öfen und Kaminen verbrannt werden kann. Der Gemeinderat stimmte mit Stimmen von CDU, Freien Wählern, FDP sowie von Oberbürgermeister Jürgen Roth zu, dass für 16 Bebauungspläne Offenlagebeschlüsse vorbereitet werden, um das Verbrennungsverbot zu lockern. Bisher darf dort nur mit Gas geheizt werden. Künftig sollen Pellets und Stückholz erlaubt sein. Doch nicht alle Anwohner sind für solch eine Änderung, sie haben bereits Widerstand angekündigt. Roth betonte in der Sitzung: „Wir müssen es aushalten, dass die Entscheidung gerichtlich überprüft wird.

Dass die Materie juristisch kompliziert ist, darauf wies mehrfach die Leiterin des städtischen Rechtsamts, Karin Feger, hin. So musste der ursprüngliche Antrag von CDU, Freien Wählern und FDP in der Sitzung umgearbeitet werden, weil die Befeuerung von größeren Heizungsanlagen mit Holz ausgeschlossen werden sollte. Wäre dies erlaubt, konnte Feger eine Niederlage vor Gericht nicht ausschließen. Doch selbst mit der Beschränkung auf kleinere Öfen ist nicht garantiert, dass ein Gericht gegen die Lockerung entscheidet. Der AfD war dieses Prozessrisiko zu groß, die Fraktion stimmte dagegen. Bündnisgrüne und SPD begründeten ihren Widerstand mit der „Klientelpolitik“ der bürgerlichen Parteien, die den Bevölkerungsanteil, die die Beschränkung auf Gas als Brennstoff gut finde, außer acht lässt.

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