So schnell, wie die Pandemie im März des vergangenen Jahres zuschlug, so schnell wuchs die Not derer, die von den Pandemie-Einschränkungen getroffen wurden und nun auf Hilfe angewiesen sind. Solche Hilfe benötigt auch die Feldner Mühle, die durch die Pandemie in eine dramatische Lage versetzt wurde. Die Freizeiteinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen und körperlichen Handicaps, in der auch eine Vielzahl von an Tieren Zuflucht in den Stallungen gefunden haben, ist überwiegend auf Spenden angewiesen. Das riefe Sabine Sahli aus Pfaffenweiler auf den Plan. Sie kennt die Feldner Mühle, in der sie mit ihren Enkelkindern schon schöne Stunden verbrachte und die sie auch schon mit der Bewirtung durch die Landfrauen aus Pfaffenweiler/Herzogenweiler unterstützte.

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In ihrer Kindheit hat Sahli schon mit ihrer Mutter an der Nähmaschine gesessen. Als zu Beginn der Pandemie Mund-Nasenschutzmasken Mangelware waren, sagten ihrer Kinder, Freunde und Bekannte zu ihr: „Du musst Masken nähen.“ Im April 2020 hat die Hobbynäherin mit dem Nähen der Mund-Nasen-Bedeckungen begonnen. „Ich dachte mir anfangs, es wäre schön. wenn vielleicht 500 Euro zusammenkommen“, spekulierte Sahli damals. Nachdem sie ihre Aktion in die sozialen Medien publik machte, sei die Nachfrage für die Mund-Nasen-Bedeckungen explodiert. „Ich habe teileweise Tag und Nacht genäht, um die Nachfrage zu decken“, freut sich Sahli über den Erfolg. Zehn Minuten vom Zuschnitt bis zur fertigen Maske benötig Sahli. Bis Ende Dezember sind dabei 5200 Euro zusammengekommen, die sie an die Feldner Mühle übergeben konnte.

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Und Sahli näht weiter. „Die Nachfrage ist im Moment zwar etwas ruhiger geworden, aber das kommt wieder“, gibt sich Sahli zuversichtlich. Die Frühlingskollektion sei schon fertig, auch eine Fasnet-Version habe sie im Angebot. „Die Masken sind mittlerweile zum Modeaccessoire geworden und es wird Wert darauf gelegt, dass die Masken passend zum Outfit sind“, stellt Sahli mittlerweile fest.

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Und die Leute kommen nicht nur einmal zu ihr. „Viele rufen mich inzwischen an und fragen, welche neuen Farben und Stoffe ich habe“. Neben den sozialen Medien hat auch die Mund-zu-Mund Propaganda zum Erfolg beigetragen. „Durch die Aktion, habe ich viel nette Bekanntschaften gemacht und ein junger Mann aus Schramberg hat mir sogar zu Weihnachten ein Geschenk gebracht“, strahlt Sahli, die trotz der Pandemie ihre gute Laune nicht verloren hat. Sie hat sich mit ihren Mund-Nasen-Bedeckungen etabliert und ist froh darüber, dass sie damit die Feldner Mühle unterstützen kann.