Wie funktioniert das Bankenwesen, wie läuft es am Geldmarkt? Auf ganz praktische Art lernen das in diesem Jahr 17 Abiturienten am Gymnasium am Hoptbühl (GaH) im Rahmen des fünfstündigen Wirtschaftskurses als Teilnehmer am Bankenspiel des Bankenverbandes. Das teilt das Gymnasium mit.

Erfahrungen fürs Leben sammeln

Ziel des Ganzen sei es, spielerisch die komplizierten wirtschaftlichen Abläufe zu erlernen. Matthias Restorff, Wirtschaftslehrkraft am Gymnasium des Hoptbühl, wird so zitiert: „Die Schülerinnen und Schüler erhalten auf spielerische Art und Weise Einblicke in das Bankenwesen. So werden Vorurteile abgebaut und Erfahrungen für das Leben gesammelt.“ Dies kommt der Mitteilung zufolge bei den Schülern gut an.

Finale in Berlin lockt

Im Spiel übernehme jede Gruppe die Führung einer virtuellen Bank und könne diese in vielen Bereichen verwalten. Das Spiel sei insgesamt in sechs Geschäftsjahre aufgeteilt, so die Schule weiter. Jedes davon dauere zwei Wochen. Anschließend zögen die besten 20 Teams aus 2629 Schülern aus ganz Europa ins Finale in Berlin ein.

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Spannende Konzeptentwicklung

Zu Anfang habe jede Gruppe ein eigenes Konzept für sich entwickelt. Eine der vier Banken des GaH sei die Shadow Bank. Sie werde von fünf Schülern geführt, zwei Mädchen und drei Jungen. „Schon bei der Entwicklung des Konzeptes sind spannende Diskussionen aufgetreten. Einige wollten eher eine aggressive Strategie, andere eher eine konservative“, berichtet das GaH. Gemeinsam sei ein Konzept entwickelt worden, mit dem sich beide Seiten hätten anfreunden können.

Umgang mit großen Mengen Geld lernen

„Im Vordergrund des Bankenspiels steht das Rechnungswesen. Der Umgang mit großen Mengen von Geld wird hier erlernt. Nach gründlicher Analyse der Marktlage treffen die Vorstände der virtuellen Banken Entscheidungen bezüglich der Höhe von Zinsen, Filialschließungen oder Filialeröffnungen, Wertpapierkäufe und vieles andere mehr“, so die Mitteilung weiter. Alle zwei Wochen würden diese Entscheidungen an den Bankenverband geschickt. Das Geschäftsjahr werde anschließend simuliert und die Schüler bekämen eine Rückmeldung, außerdem bekomme die Bank eine Benotung.

Aktives Marketing gefragt

Allerdings spielt sich das Spiel laut GaH nicht nur über den PC ab. Auch aktives Marketing zahle sich für die Teams aus. Marketingkonzepte würden entwickelt und umgesetzt. Auch die Shadow Bank habe einen Instagram-Account namens @shadow.bank. Hier würden die aktuellen Ereignisse und Errungenschaften jederzeit hochgeladen. Durch das Marketing im echten Leben könnten die Schüler im Bankenspiel Kunden gewinnen. Engagement werde also belohnt.

Positive Reaktionen

Die Schüler nähmen dieses Spiel überwiegend positiv auf. Obwohl die Zukunftsziele sehr unterschiedlich seien, biete das Spiel einen enormen Wissensgewinn für alle. Von den fünf Schülern der Shadow Bank überlegten sich zwei, in die Richtung der Wirtschaft zu gehen. Aber auch für die anderen Schüler biete das Spiel spannende Erfahrungen und die Möglichkeit, ihre Ziele für die Zukunft weiter zu konkretisieren.