Die etwa einen Meter hohe Säule aus Stein rechts neben dem Fußgängerüberweg am Eingang auf den Bahnhofsvorplatz zeigt das Villinger Wappen, aus dem ein Stück in Form des Davidsternes herausgebrochen wurde. Dieser ist oben auf der Stele selbst platziert – Symbol dafür, dass es Bürger der Stadt waren, die hier einen Weg in den Tod antraten. Davor im Boden wurde eine Bronzetafel eingelegt, auf der textlich die Deportation dokumentiert ist.

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Zum 80. Gedenken an die Deportation nach Gurs enthüllte Oberbürgermeister Jürgen Roth im strömenden Regen nun eine neue Bronzetafel am Boden des Denkmals. Auf dieser sind die Namen der Opfer aufgeführt, die damals den Weg in die Konzentrationslager antreten mussten. Damit, so Roth, werde an die Namen der Menschen erinnert, die damals nach Gurs in Frankreich deportiert wurden.

Deportierte stammten aus dem ganzen Landkreis

Es sind Hermann Faber aus der Brigachstraße, Berthold und Georgine Haberer, die einst in der Schlößlegasse lebten, Heinrich, Martha und Sally Schwab aus der Rietstraße sowie Bertha, Hugo, Rima und Julie Schwarz, die in der Gerberstraße ihr Zuhause hatten. Die darüber hinaus gehende Nennung von Josef Grunkin aus Riedöschingen, der Familie Haas aus Triberg und Hirsch Seligmann aus Geisingen erinnert daran, dass die Deportierten damals aus dem ganzen Kreis stammten.

Erinnerung an die Verbrechen wachhalten

Ab dem nächsten Frühjahr wird der Künstler Gunter Demnig die vom Verein „Pro Stolpersteine VS„ in Auftrag gegebenen und schon gefertigten Steine vor den ehemaligen Wohnhäusern der durch das Naziregime ermordeten Menschen verlegen und damit die Erinnerung an die Verbrechen wach halten.

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