Die Corona-Krise trifft derzeit auch den Freundeskreis Oradea/VS-Villingen hart. Er bemüht sich seit 29 Jahren darum, den zahlreichen, auch heute noch in großer Armut lebenden Menschen in Rumänien zu helfen. Nachdem der bereits fertig organisierte Hilfstransport über die Osterfeiertage kurzfristig abgesagt werden musste, steht nun fest, dass aus Sicherheitsgründen auch der Sommer-Hilfstransport nicht stattfinden kann. Ein Lichtblick: Ein rumänischer Lastwagen hat es vor einigen Tagen nach VS geschafft und Hilfsgüter mit in die Heimat genommen.

Hilfe mit Geldspenden

Da durch die Schließung der Grenzen auch keine rumänischen Fahrzeuge für den Transport von Hilfsgütern mehr angeheuert werden konnten, sind viele von der Villinger Hilfe abhängige caritative Organisationen in Rumänien, insbesondere die Alten- und Kinderheime, in große materielle und finanzielle Not geraten. Der Freundeskreis half notgedrungen mit Geldspenden, das Schlimmste abzuwenden, obwohl das Lager in der Wöschhalde randvoll gefüllt ist. Inzwischen musste auch dieses Hilfsgüterlager wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen geschlossen werden.

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Da die aktiv mit den Packarbeiten beschäftigten ehrenamtlichen Helfer aus Altersgründen zu den Risiko-Personen gehören, wird das Lager voraussichtlich erst nach den Sommerferien wieder offiziell geöffnet werden können. Leider gebe es jedoch auch uneinsichtige Bürger, die ihre aussortierten Waren ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen einfach vor der Türe abstellen, klagen die Helfer nun.

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Als Glücksfall für den Hilfsverein hat sich in der Krisenzeit die Firma ebm-past in St. Georgen dazu bereit erklärt, wöchentlich fertig verpackte Paletten mit Hilfsgütern wie Kleidung, Bettwäsche, und Lebensmitteln kostenlos mit nach Oradea in ihre Zweigfirma mitzunehmen. Hier werden die Hilfsgüter von der Caritas Oradea abgeholt und an die bedürftigsten Einrichtungen weiter verteilt. Dieses Angebot funktioniert seit einigen Monaten sehr gut und die Empfänger sind überglücklich, auf diese Weise wenigstens das Notwendigste zu erhalten. Möbel und andere sperrige Hilfsgüter können so allerdings nicht transportiert werden. Hierfür konnte nach vier Monaten Zwangspause in der vergangenen Woche endlich ein rumänischer Lastwagen mit zuverlässigen Fahrern aus Oradea über die verschiedenen Grenzen nach Villingen gelangen, um die anderen gestapelten Waren als Rücktransport mitzunehmen.

Hilfsgüter-Sammlung ist abgesagt

Durch den derzeit rasanten Anstieg der Corona-Infektionen in Rumänien kann nun aus Sicherheitsgründen auch der Sommer-Hilfstransport leider nicht stattfinden. Aus diesem Anlass muss auch die für den 3. August geplante Hilfsgüter-Sammlung in der Pfarrei St. Bruder Klaus abgesagt werden. Leider kann auch die für Mitte Juli geplante, ebenfalls sonst immer in der Pfarrei St. Bruder Klaus stattfindende Mitgliederversammlung in diesem Jahr nicht stattfinden.

Hoffen auf Weihnachten

Der Freundeskreis hofft jedoch darauf, dass der bisher alljährlich stattfindende Weihnachts- Hilfstransport wieder gen Rumänien starten kann.

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