Platz 263 belegt die Doppelstadt in der bundesweiten Gesamtstatistik, Stand Dienstag, und täglich geht es weiter nach oben. In Baden-Württemberg lag VS knapp hinter Tettnang auf Rang 62 und vor Rheinstetten. Grund für den Anstieg: Andere Kommunen haben ihr Stadtradeln bereits früher im Jahr abgeschlossen, bekommen also keine weiteren Kilometer mehr aufs Konto. In der Doppelstadt wird dagegen noch fleißig gestrampelt. Über 120.000 Kilometer sind mittlerweile auf dem VS-Konto verbucht – da kann man den weit über 1100 teilnehmenden Radfahrern der Stadt nur Respekt zollen.

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Zwischenbilanz: „Es läuft super“, sagt auch Ansgar Kundinger, Mobilitätsbeauftragter der Stadt, der die Stadtradeln-Kampagne des Klima-Bündnis vor Ort betreut. Mit so vielen Teilnehmern habe man wenige Tage vor dem Startschuss nicht rechnen können, als erst 400 Anmeldungen vorlagen. Angesichts der Tatsache, dass die Doppelstadt erstmals beim Stadtradeln antrete und die Aktion vielleicht noch nicht allen Bürgern bekannt ist, sei das ein positiver Verlauf, freut sich Kundinger. Kleinere Probleme hätte bislang nur die Mobil-App bereitet, die wegen Serverproblemen keine Strecken mehr aufzeichnen konnte. Kundinger ist sich aber jetzt schon sicher: „Auch 2021 machen wir beim Stadtradlen mit.“ Wann genau, das stehe noch nicht fest.

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Teams: Unter den VS-Teams konnten sich in der Kategorie „geradelte Kilometer“ vor allem die großen Gruppen an die Spitze setzen, angeführt vom Team Schwarzwald-Baar Klinikum mit über 100 Radlern und über 12.000 Kilometer (Stand Mittwoch). Knapp dahinter rangieren die 35 Aktiven des RC 1886 Villingen mit 11.000 Kilometern. Die Stadtverwaltung, zweitgrößtes Team mit ebenfalls über 100 Radlern, nähert sich der 10.000er Marke. In der Wertung „Kilometer pro Kopf“ hat jedoch der Radfahrer-Club die Führung inne mit starken 310 Kilometern im Durchschnitt. 18 Tonnen CO2 konnte durch das Stadtradeln schon jetzt eingespart werden. Laut Statistik radeln 12 von 40 Gemeinderäten mit.

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So geht‘weiter: Bis zum 4. Oktober läuft das Stadtradeln noch. Bis dahin können Interessierte auch nachträglich noch einsteigen. Alle nötigen Infos gibt es auf der Internetseite www.stadtradeln.de/villingen-schwenningen. Dort berichtet auch eine Teilnehmerin regelmäßig von ihren Erfahrungen in einem Art Internet- Tagebuch. Alle Teilnehmer haben die Chance auf attraktive Preise, die teils an Gewinner einzelner Wertungen vergeben aber auch verlost werden. „Ein Abschluss-Fest, wie es eigentlich angedacht war, wird wegen Corona allerdings nicht stattfinden können“, so Kundinger.

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Erkenntnisse: Ein schöner Nebeneffekt für die Verwaltung sind die Problem-Meldungen der Teilnehmer, die diese während ihren Fahrten direkt an einen Stadtradeln-Kartendienst schicken können. „Bislang sind 240 Hinweise eingegangen“, teilt Kundinger mit. Schlaglöcher, zugeparkte Radwege bis hin zu gefährlichen Streckenführungen werden genannt. Diese Informationen würden später helfen, die Situation für Radfahrer in der Stadt zu verbessern, sagt Kundinger und nennt einen weiteren Bonus: „Wir erhalten auch eine Karte, die die anonym über GPS aufgezeichneten Verkehrsströme der Zweiradfahrer aufzeigt und gewichtet darstellt.“ Daraus ließen sich wichtige Erkenntnisse ableiten. Wo die Radfahrer tatsächlich unterwegs sind, mit welcher Geschwindigkeit und wo es häufig stockt sind dabei nur einige Fragen, die für die Verkehrsplaner interessant sind.

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