Das dritte „Jazzin the Black Forest“-Festival kann trotz Corona stattfinden. Am letzten Wochenende der Sommerferien, vom Freitag, 11., bis Sonntag, 13. September, werden die geplanten Konzerte aufgrund des Virus statt wie 2019 im Theater am Ring auf der Wiese des MPS-Studios in der Richthofenstraße stattfinden.

„Velvet Revolution“ werden ebenfalls in Villingen auf der Bühne stehen.
„Velvet Revolution“ werden ebenfalls in Villingen auf der Bühne stehen. | Bild: Friedhelm Schulz

Dass dieses Festival überhaupt zustande kommen wird, ist der Zusage des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes zu verdanken, das mit dem Förderprogramm „Kultursommer 2020“ insgesamt 15 100 Euro zur Verfügung stellen wird (wir berichteten). „Wir hatten das Konzept für das diesjährige Festival schon vor Corona in der Schublade, der Lockdown hat uns jedoch eine Pause aufgezwungen und dann war die Finanzierung nicht mehr sicher“, erläutert Friedhelm Schulz vom Förderverein MPS-Studio Villingen. Zwar habe man über eine verkleinerte Variante nachgedacht, schließlich sogar die Absage des Festivals erwogen. „Dann kam das Förderprogramm des Landes mit dem Kultursommer, was uns neue Motivation gegeben hat und nun schließlich die Zusage für das Geld“.

Das könnte Sie auch interessieren

Nachdem nun auch die Musiker ihre Teilnahme an dem Festival zugesagt haben, steht der Planung im Detail nichts mehr im Wege. „Wir haben wirklich faire Verhandlungen mit den Künstlern geführt und die freuen sich sehr darauf, bei uns in Villingen zu spielen, denn die haben selbst ja eine Durststrecke hinter sich“, so Schulz.

Das Trio Lillinger, Del und Westergaard.
Das Trio Lillinger, Del und Westergaard. | Bild: Friedhelm Schulz

Das Festival wird in diesem Jahr mit einigem Mehraufwand verbunden sein – gilt es, neben dem etwas ungewöhnlichen Auftrittsort auch sämtliche hygienischen Regeln zu beachten, die in diesen Zeiten notwendig sind. Zum einen werden zu jedem Konzert nur maximal 100 Besucher eingelassen. „Das sind die Planungen im Moment. Aber da wir ja nicht wissen, wie die Verordnung sich noch bis September ändern werden, sind wir in jedem Fall flexibel“, verspricht Schulz.

Das könnte Sie auch interessieren

Dabei werden Mitglieder des MPS-Fördervereins einen eindeutigen Vorteil haben, da diese vom günstigeren Eintrittspreis profitieren. 24 Euro wird die Tageskarte für sie kosten, für Nichtmitglieder 28 Euro. Rund 60 Mitglieder hat der Verein im Moment, er setzt sich für den Erhalt des MPS-Studios ein, das unter Denkmalschutz steht.

Sessions im Studio fallen aus

Was die Organisatoren der Veranstaltung zum anderen ebenfalls stemmen müssen, ist der Aufbau einer eigenen Bühne sowie Sonnensegel zum Schutz des Publikums. Noch nicht geklärt ist, ob man gar ein Zelt aufbauen wird. „Was sicher nicht stattfinden wird, sind die beliebten Sessions im Studio selbst nach Konzertschluss. Dafür ist das Studio viel zu klein und die Abstandsregel könnte gar nicht eingehalten werden“, so Schulz.

Livestream ist geplant

Als Schmankerl für alle Jazzbegeisterten, die keine Karte für die Konzerte ergattern können, soll es, so die Planung, jedoch einen Livestream geben, der von Professor Norbert Schnell von der Fachhochschule Furtwangen übertragen wird. Und ab diesem Wochenende, so verspricht es Friedhelm Schulz außerdem, wird auch die Homepage des Fördervereins auf den neuesten Stand gebracht, mitsamt Programmvorschau.